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Howl
von
Paul Hyett
 

"Ein Indie-Werwolf-Film wie aus dem Lehrbuch, auch wenn der Plot sehr schmal daherkommt!"

 
Release: 8. April 2016
 
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Inhalt
In einer stürmischen, dunklen Nacht: Ein spärlich besetzter letzter Zug in die Vororte verlässt den Londoner Bahnhof, der junge Schaffner Joe (Ed Speleers) freut sich auf seinen Feierabend. Die Hoffnung auf eine ruhige Schicht wird jedoch jäh zunichtegemacht, als der Zug auf offener Strecke mitten im Wald zum Halten kommt. Eines ist bald klar: Dort draussen im Dunkel lauert etwas. Als immer mehr Fahrgäste den Attacken mannsgrosser pelziger Kreaturen zum Opfer fallen, organisiert Joe den bewaffneten Widerstand...
 
Originaltitel Howl
Produktionsjahr 2015
Genre Horror
Laufzeit

ca. 94 Minuten

Altersfreigabe ab 16 Jahren
Regie Paul Hyett
Darsteller Ed Speleers, Holly Weston, Shauna Macdonald, Elliot Cowan, Amit Shah
     
Kritik
So hart es auch klingen mag, doch der bisher beste Werwolf-Film (welcher ohne Vampire auskommt!), ist nach wie vor John Landis's 1981 erschienener 'American Werewolf'. Zwar kamen im Verlaufe der Jahre weitere tolle Werke wie Mike Nichols' 1994 veröffentlichter 'Wolf' hinzu, doch spätestens als Horror-Legende Wes Craven vor elf Jahren mit 'Verflucht' die Erwartungen weitestgehend nicht erfüllen konnte, schien das Thema Werwolf für tot erklärt. Ganz nach dem Motto von 'Underworld' und 'Twilight' wurden die Vollmond-Monster nur noch in Zusammenhang mit Vampiren auf der Leinwand gezeigt. Diesem Umstand steuert nun Regisseur Paul Hyett entgegen, welcher mit seinem neuesten Streifen 'Howl' die Werwölfe wieder aufheulen lässt. Die Geschichte ist zwar äusserst dünn gestrickt, aber lässt den Zuschauer dadurch den Kopf ausschalten und den Streifen geniessen. Man nehme ein Zug, platziere in ihm ein paar unterschiedliche Individuen welche sich nach einer Panne - tief im Wald - organisieren müssen, um nicht von den umherlauernden Werwölfen gebissen oder gefressen zu werden. Eine solide Basis auf der sich zweifelsohne aufbauen lässt. Hyett schafft es dann auch, den Werwolf-Mythos sehr klassisch aufzugreifen, was bei der überschaubaren Anzahl an Genre-Alternativen auch prima funktioniert. Besonders der Beginn weiss zu gefallen. Hier ein Rumpeln am Zug, da ein Heulen im Wald, bis man dann auch einen fellüberzogenen Arm zu sehen bekommt. Nach rund einer Stunde verfliegt dann aber dieser Spannungsaufbau, da das Monstrum zum ersten Mal in voller Grösse auf dem Bild erscheint. Ab diesem Zeitpunkt dominiert dann (leider) die Action das Geschehen und nicht mehr der bis dahin gut gelungene, subtile Horror. Dies ist etwas schade, hat der Streifen doch so mystisch begonnen. In der finalen Flucht durch den Wald gibt es zwar noch einige Glanzlichter zu verzeichnen (Schatten im Wald und leuchtende Augen im Dunkeln), doch das Ende macht dem Ganzen dann einen Strich durch die Rechnung: Ein klassischer Fall von Spannungsaufbau bis zum Gehtnichtmehr, welcher in einer schier hoffnungslosen Situation für die Protagonisten endet - und sich dann plötzlich in Luft auflöst. Naja, bei einer solch dünnen Story hätte man sich schon ein versöhnlicheres Ende gewünscht. Aber ansonsten macht Paul Hyett fast alles richtig, um bei den Zuschauern wieder das Interesse an Werwolf-Filmen zu wecken. Ein Indie-Werwolf-Film wie aus dem Lehrbuch, auch wenn der Plot sehr schmal daherkommt!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Capelight
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle in Pappschuber
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: DTS-HD 5.1 Master Audio
Englisch: DTS-HD 5.1 Master Audio
Untertitel Deutsch
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Making Of
- Regisseur Paul Hyett zu Gast beim Fantasy Filmfest in Stuttgart

Das Making Of dauert eine gute halbe Stunde und ist vollgepackt mit interessanten Infos. Dazu gibt’s einen knapp zwölfminütigen Beitrag von Hyett am Stuttgarter Fantasy Filmfest.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 03.05.16
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