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Vier gegen die Bank
von
Wolfgang Petersen
 

"Petersen's Comeback ist zwar topbesetzt, doch die Erwartungen waren wohl etwas zu hoch!"

 
Release: 24. August 2017
 
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Inhalt
Boxer Chris (Til Schweiger), der abgehalfterte Schauspieler Peter (Jan Josef Liefers) und der exzentrische Werbespezialist Max (Matthias Schweighöfer) haben lange gespart - für ihren Lebenstraum, für die Zukunft! Zu dumm nur, dass Bankdirektor Schumacher (Thomas Heinze) ausgerechnet ihre drei Investmentkonten böswillig in den Totalverlust rasseln lässt, um so den neurotischen Anlageberater Tobias (Michael Herbig) loszuwerden. Plötzlich stehen alle vier Männer ohne jede Perspektive da und schmieden einen irrwitzigen Plan.
 
Originaltitel Vier gegen die Bank
Produktionsjahr 2016
Genre Komödie
Laufzeit

ca. 96 Minuten

Altersfreigabe ab 12 Jahren
Regie Wolfgang Petersen
Darsteller Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Jan Josef Liefers, Michael Herbig, Alexandra Maria Lara
     
Kritik
Für internationale Action-Stars gibt es 'The Expendables', für deutsche Komödien-Helden offenbar die Neuauflage zu 'Vier gegen die Bank'. Ein Blick auf die vier Protagonisten lockt wohl jeden noch so erdenklichen Komödien-Zuschauer in die Kinos: Der fünffache Bambi-Preisträger Til Schweiger ('Honig im Kopf'), der zweifacher Goldene Kamera-Gewinner Matthias Schweighöfer ('Der geilste Tag'), Romy-Preisträger und 'Tatort'-Star Jan Josef Liefers sowie der allseits bekannte und beliebte Michael 'Bully' Herbig ('Bullyparade'). Aber auch die Schauspielerinnen dürfen sich sehen lassen: Die talentierte Alexandra Maria Lara ('Der Untergang' - leider etwas gar wenig Screentime) sowie die beiden international erprobten Aktrissen: Antje Traue ('Man of Steel') und Jana Pallaske ('Inglourious Basterds'). Und wer schafft es all diese Superstars zusammenzutrommeln? Kein geringerer als Wolfgang Petersen ('Air Force One', 'Troja'). Die zweifach Oscar-nominierte deutsche Regie-Legende präsentiert mit 'Vier gegen die Bank' ein Remake seines gleichnamigen Films von 1976. Zudem handelt es sich dabei um seinen ersten Kinofilm seit zehn Jahren sowie seinem ersten deutschen Kinofilm seit 1984. Da sind die Erwartungen natürlich entsprechend hoch, doch eines gleich vorneweg: Das Resultat seiner Arbeit ist zwar kein schlechter Film, sondern einfach nur Durchschnitt. Eine solide, deutsche Komödie, die sehr prominent und talentiert besetzt ist. Das Highlight dabei bildet ganz klar das Protagonisten-Quartett. Ihnen macht die Arbeit sichtlich Spass, wohl auch aus dem Grund dass sie ihre vier Charaktere emotional, impulsiv und frei spielen können. Ob Boxer, Schauspieler oder Werber - die Figuren sind ein Quasi-Best-Of der Paraderollen der Protagonisten. Sie wirken wie zugeschnitten auf die einzelnen Schauspieler - nur an Bully als verklemmter Anlageberater muss man sich erstmal etwas gewöhnen. Etwas schade ist zwar, dass sich Petersen wirklich nur auf der obersten Komödien-Ebene bewegt. Die Story-Elemente greifen immer verdächtig perfekt ineinander, die Dialoge fliegen pfeilschnell von den Zungen der Darsteller, das Timing ist immer punktgenau und statt Kritik an den Grossbanken-Machenschaften auszuüben wird lediglich auf den einen "Bösewichten" Schumacher fokussiert. Eine tolle Komödie, zwar nichts Spezielles und die Erwartungen an Petersen werden sicherlich nicht bei allen Zuschauern erfüllt, aber unterhalten tut 'Vier gegen die Bank' allemal. Petersen's Comeback ist zwar topbesetzt, doch die Erwartungen waren wohl etwas zu hoch!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Warner Bros. Pictures
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch DTS-HD 5.1 Master Audio
Untertitel Englisch, Deutsch (für Hörgeschädigte)
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Making Of
- Hinter den Kulissen
- Premierenclip
- Trailer

Das Bonusmaterial bietet Durchschnitts-Extras: Ein Making Of, ein Hinter den Kulissen-Bericht sowie ein Premierenclip. Alles leider etwas Promo-lastig, denn ein paar Interviews mit den Darstellern (oder auch mit Petersen) wären ganz nett gewesen.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 30.08.17
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