Aktuelle Kritiken
Das schweigende Klassenzimmer Planet Erde - Die Kollektion
7 Tage in Entebbe Der Buchladen der Florence Green
Early Man - Steinzeit bereit I Feel Pretty
Mehr...
 
DVD Suche
 
 
md-press Shop
 
 
The Emoji Movie
von
Tony Leondis
 

"Witzige und kreative Einfälle, aber leider auch einschläfernde Figuren und eine lahme Story!"

 
Release: 4. Dezember 2017
 
> Kaufen bei Cede.ch
> Kaufen bei Exlibris.ch
 

Inhalt
Textopolis ist eine geschäftige Stadt in Alex' Smartphone, in der alle Emojis wohnen. In dieser Welt haben alle Emojis nur einen Gesichtsausdruck - ausser Gene, der vor lauter Gesichtsausdrücken förmlich platzt. Er ist fest entschlossen, so “normal” wie alle anderen Emojis zu werden und bittet seinen besten Freund Hi-5 und das Hacker-Emoji Jailbreak um Hilfe. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise durch die wilden und lustigen Welten der Apps, um den Code zu finden der Gene helfen kann.
 
Originaltitel The Emoji Movie
Produktionsjahr 2017
Genre Animation
Laufzeit

ca. 86 Minuten

Altersfreigabe ohne Altersbeschränkung
Regie Tony Leondis
Stimmen (eng.) T.J. Miller, James Corden, Anna Faris, Maya Rudolph, Patrick Stewart
     
Kritik
Heutzutage lassen sich Filmproduzenten vieles einfallen um ans schnelle Geld zu kommen. Einige Ideen sind durchdacht - andere weniger. Als die Ankündigung von 'Emoji: Der Film' gemacht wurde, fragten sich bestimmt ganz viele "Echt jetzt? Ist das nötig?". Denn dieser Titel ist wahrlich ein Inbegriff dafür, dass aus allem Populären ein Film (oder Geld?) gemacht werden kann. Mit einem Budget von fünfzig Millionen US-Dollar und einem erstaunlich prominenten Synchronsprecher-Cast (Anna Faris, Maya Rudolph, Patrick Stewart, Christina Aguilera, Sofía Vergara und viele andere) machte sich Regisseur Tony Leondis ('Igor') ans Werk. Herausgekommen ist ein Animationsfilm, welcher ganz klar polarisiert. Die jungen, schulpflichtigen Zuschauer, für welche das Handy derzeitig die Welt bedeutet, werden ganz klar ihren Spass am Film haben. Die bekannten Emojis zu sehen, wie sie untereinander agieren und stets ihrem Ausdruck nachgehen ist (zumindest zu Beginn) köstlich. Auch die Kernaufgabe von Textopolis ist herrlich dargestellt mit dem Scanner im Textcenter - und natürlich der Favoriten-VIP-Zone, welche nur die meist verwendeten Emojis hineinlässt (ja, das klassische Hi-5 wurde durch die coolere Fistbump ersetzt - Protagonist Alex wird nun mal älter und cooler). Das funktioniert soweit ganz gut. Blickt man allerdings etwas hinter die Fassade, kommen so einige Fragen auf. Die Botschaft des Filmes ist eine altbekannte: "Bleib so wie du bist und verstell dich nicht". Das Problem dabei: Die Emojis haben jeweils eine einzige Aufgabe: Ihre darzustellende Emotion pausenlos zu wiedergeben - und keine andere. Titelheld Gene ist allerdings "multifunktionsfähig" und kann daher mehrere Emotionen darstellen. Glaubt man allerdings dem Plot der Story, sollte Gene wieder eindimensional werden - zu einem "Meh"-Emoji. Dieser Aspekt sorgt dafür, dass die Story wohl von niemandem ernst genommen wird und zudem auch, dass die Figuren keinerlei Tiefe besitzen. Wie denn auch, wenn sie dauern dieselbe Emotion wiedergeben. Am besten gelingt dies noch Smiler, der Systemadministratorin des Textcenters. Alles Gesagte in ein Lächeln zu verpacken funktioniert schlichtweg bestens (auch in der realen Welt). Der Kackhaufen ist dann aber nach drei, vier Wortspielen langweilig... und so geht es auch mit vielen anderen Emojis. Die Kreativität konnten die Macher aber in den einzelnen Handy-Apps ausleben, was teilweise funktioniert ('YouTube', 'Dropbox', 'Candy Crush') oder auch nicht ('Just Dance', 'Spotify'). Auch wenn der Film in den Medien und von den Kritikern zerrissen wurde: Er hat trotz allem das Vierfache seines Budgets wieder eingespielt und ganz so schlecht ist er letztendlich auch nicht ausgefallen. Witzige und kreative Einfälle, aber leider auch einschläfernde Figuren und eine lahme Story!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Sony Pictures Home Entertainment
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.39:1)
Ton Deutsch: DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Französisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Flämisch: Dolby Digital 5.1
Holländisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Holländisch, Türkisch
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- 'Good Vibrations'-Video zum Mittanzen & Mitsingen
- Wer ist wer: Die Besetzung
- Codegirls an die Macht!
- Jailbreak entschlüsselt: Die unerzählte Geschichte
- So zeichnet man Gene & Poop
- Guten App-etitt: Rezept für die 'Candy Crush Saga'-Kuchenbombe
- Spiel: 'Welches Emojis ist das?'
- Kurzfilm von 'Hotel Transsilvanien'

Die Extras schaffen es auf eine Gesamtlänge von rund vierzig Minuten und überzeugen in erster Linie durch Vielfalt. Die einzelnen Features sind zwar eher kurz geraten und geben nur spärlich Infos preis, aber dafür sind sie witzig.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 03.01.18
Unser Wertungssystem

Zurück zur vorherigen Seite