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15:17 to Paris
von
Clint Eastwood
 

"Leider mehr eine Biografie der 3 Helden als ein packender Thriller! Aber das Ende entschädigt!"

 
Release: 6. September 2018
 
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Inhalt
Am frühen Abend des 21. August 2015 starrten die Zuschauer in aller Welt fassungslos auf ihre Bildschirme, als in den Nachrichten die Meldung verbreitet wurde, dass im Thalys-Zug Nr. 9364 Richtung Paris ein terroristischer Anschlag vereitelt worden war. Drei tapfere junge Amerikaner auf Europareise hatten ihn verhindert. In der extremen Stresssituation gerät ihre Freundschaft nie ins Wanken - und genau das stellt sich letztlich als ihre wirksamste Verteidigung heraus: So gelingt es ihnen, das Leben von über fünfhundert Menschen zu retten.
 
Originaltitel 15:17 to Paris
Produktionsjahr 2018
Genre Drama
Laufzeit

ca. 94 Minuten

Altersfreigabe ab 12 Jahren
Regie Clint Eastwood
Darsteller Alek Skarlatos, Anthony Sadler, Spencer Stone, Ray Corasani, Judy Greer
     
Kritik
Der Anschlag auf den Thalys-Zug Nr. 9364 im belgisch-französischen Grenzgebiet erschütterte am Abend des 21. August 2015 die Welt - aber erweckte auch viel Hoffnung hinsichtlich der Terrorbekämpfung, da der Attentäter von couragierten Passagieren überwältigt wurde. Die drei tapferen US-Amerikaner Spencer Stone, Aleksander Skarlatos und Anthony Sadler erhielten so zurecht den Orden der Legion d’Honneur - persönlich verliehen von Präsident François Hollande. Regie-Altmeister und vierfacher Oscar-Gewinner Clint Eastwood hat nun mit '15:17 to Paris' die Ereignisse dieses Anschlags filmisch aufbereitet. Das Besondere daran: Stone, Skarlatos und Sadler spielen sich darin selbst. Eastwoods 'Sully' vor zwei Jahren war mit Tom Hanks, Aaron Eckhart und Laura Linney noch starbesetzt, nun setzt er auf echte amerikanische Helden - und leider fokussiert sich der Film auch etwas zu sehr auf diese drei Amerikaner. Die Eröffnungsszene, wo man den Attentäter in den Zug steigen sieht, deutet eigentlich auf einen klassischen Katastrophen-Thriller hin. Doch dem ist leider nicht so. Die ganze erste Filmstunde wird dem Werdegang der drei Helden gewidmet. Das geht bis zurück in die Kindheit der drei, wo man sie als Aussenseiter einer katholischen Schule in Sacramento sieht. Mit dem frühen Teenageralter folgt dann die Begeisterung für Waffen und dem baldigen, grossen Wunsch der Armee beizutreten. Eine nette Geschichte, doch filmreif ist sie nicht wirklich. Anschliessend wird die Europa-Reise der drei gezeigt (bei welcher sie auch mit besagtem Thalys-Zug fuhren). Diese wirkt aber leider ebenfalls wahl- und lieblos aneinandergereiht und klappert lediglich bekannte Sehenswürdigkeiten ab, die der Durchschnitts-Ami in Europa besuchen möchte. Durch Eastwoods jahrelange Filmerfahrung wirkt zwar alles irgendwie harmonisch und passend, doch Story-technisch ist kein Roter Faden auszumachen. Ein gewisser Nervenkitzel ist dennoch immer vorhanden, da alle Zuschauer wissen, dass der eigentliche Anschlag noch folgen wird - und siehe da: Die letzten zwanzig Minuten haben es dann auch tatsächlich in sich. Hier packt Eastwood sein ganzes filmisches Können aus und entfesselt pure Dramatik, spannend gefilmt auf engstem Raum. Ja, für diesen Schluss lohnt es sich wahrhaftig '15:17 to Paris' anzuschauen. Doch der ganze "Vorspann" verleiht dem Ganzen leider einen faden Nachgeschmack. Leider mehr eine Biografie der 3 Helden als ein packender Thriller! Aber das Ende entschädigt!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Warner Bros. Pictures
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Atmos TrueHD & DTS-HD Master Audio 5.1
Französisch: Dolby Digital 5.1
Spanisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Französisch, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Griechisch, Finnisch, Niederländisch, Dänisch, Deutsch (für Hörgeschädigte), Englisch (für Hörgeschädigte)
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Jede Sekunde zählt
- Eine mutige Handlung

Das Making Of 'Jede Sekunde zählt' dauert leider nur rund acht Minuten. Das Featurette 'Eine mutige Handlung' schlägt dann immerhin mit fast dreizehn Minuten zu Buche. Kurzum: Zwanzig Minuten gute, wenn auch eher knapp bemessene Infos.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 07.09.18
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