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Jojo Rabbit
von
Taika Waititi
 

"Wunderbar absurd und köstlich unterhaltsam! Waititi zeigt hier das Highlight seiner Karriere!"

 
Release: 21. Mai 2020
 
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Inhalt
Deutschland während des Zweiten Weltkrieges: Der kleine Jojo Betzler (Roman Griffin) ist ein überzeugter Nazi, der in der liebevollen Obhut seiner alleinerziehenden Mutter Rosie (Scarlett Johansson) aufwächst. Gerade erst hat er im Nazi-Ferienlager gelernt, wie man Granaten richtig wirft und wie wichtig es ist, dass viele blonde Nachkommen gezeugt werden. Doch dann findet er heraus, dass seine Mutter ein jüdisches Mädchen versteckt: Elsa (Thomasin McKenzie) - und die verwirrt Jojo mächtig. Warum ist sie kein Monster, wie es doch alle Juden angeblich sind?
 
Originaltitel Jojo Rabbit
Produktionsjahr 2019
Genre Komödie
Laufzeit

ca. 108 Minuten

Altersfreigabe ab 12 Jahren
Regie Taika Waititi
Darsteller Roman Griffin Davis, Scarlett Johansson, Taika Waititi, Thomasin McKenzie, Sam Rockwell
     
Kritik
Und da ist sie wieder - die wohl umstrittenste Frage im Filmbusiness: Darf man über Adolf Hitler lachen? Die Antwort hierzu muss sich natürlich jeder Zuschauer selber geben. Doch Filme wie 'Hotel Lux' (mit Michael "Bully" Herbig) oder die Literaturverfilmung 'Er ist wieder da' beweisen, dass solche Filme mittlerweile durchaus salonfähig sind - und mit Taika Waititis 'Jojo Rabbit' hat es nun ein eben solcher Film sogar zu den Oscars und Golden Globes geschafft - und wurde bei beiden Verleihungen unter anderem als Bester Film nominiert. Waititi, welcher mit der witzigen Vampirkomödie '5 Zimmer Küche Sarg' vor sechs Jahren auf sich aufmerksam machte und nun durch 'Thor: Ragnarok' und dem neuen 2024 erscheinenden 'Star Wars'-Film in aller Munde ist, verfilmt in 'Jojo Rabbit' Christine Leunens' Buch 'Caging Skies', welches er auf Anraten seiner Mutter gelesen hat. Waititi ergänzt aber das Ursprungswerk in vielerlei Hinsicht (der imaginäre Hitler ist beispielsweise seine Idee), setzt vieles etwas anders um und macht daraus letztendlich eine Version, die für die grosse Leinwand massgeschneidert ist. Auch die Schauspieler scheinen auf ihre Rollen massgeschneidert. Allen voran Scarlett Johansson (sie erhielt dafür eine Oscar-Nomination) und der kleine Roman Griffin Davis als Jojo (er erhielt dafür eine Golde Globe-Nomination). Aber auch Sam Rockwell und Rebel Wilson spielen als Hauptmann Klenzendorf und Fräulein Rahm fantastisch auf und sorgen als blauäugige Deutsche, die Juden als Monster aus Kinderbüchern halten, für sehr viele Lacher. Das Tempo wird über die ganze Zeit sehr hoch gehalten, was hauptsächlich den gewitzten Dialogen zu verdanken ist, welche sich die Darsteller in ultraschnellem Pingpong-Stil punktgenau hin- und her spielen. Das ganz grosse Kunststück schafft Waititi aber dadurch, dass die grosse Tragik dieses dunklen Kapitels der Weltgeschichte dabei nicht verloren geht. Der Ernst der Sache ist durchs Band spürbar, hält sich aber damit die Waage, dass die meisten Deutschen damals wahrhaftig blind dem Führerregime gefolgt sind. Mit 'Jojo Rabbit' ist Waititi zweifelsohne der ganz grosse Wurf gelungen. Es ist das bisherige Highlight seiner noch jungen Karriere, welches ihm äusserst verdient seinen ersten Oscar als Drehbuchautor einbrachte. Wunderbar absurd und köstlich unterhaltsam! Waititi zeigt hier das Highlight seiner Karriere!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih 20th Century Fox Home Entertainment
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (1.85:1)
Ton Deutsch: DTS 5.1
Englisch: DTS-HD Master Audio 5.1
Französisch: DTS 5.1
Italienisch: DTS 5.1
Spanisch: DTS 5.1
Untertitel Deutsch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch, Englisch (für Hörgeschädigte)
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Audiokommentar
- Hinter den Kulissen von 'Jojo Rabbit'
- Spass am Set
- Entfallene Szenen
- Original Kinotrailer

Neben einem Audiokommentar von Regisseur und Autor Taika Waititi, gibt es einen halbstündigen, sehr interessanten Blick hinter die Kulissen sowie dreieinhalb Minuten an Outtakes und knapp neun Minuten an nicht verwendeten Szenen.

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 30.05.20
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