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Harold & Kumar go to White Castle



Release:
28. April 2005

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Kurzkritik:
Leider beschränkt sich 'Harold & Kumar' zu sehr auf das übliche Roadmovie-Klischee und bringt daher keine Überraschungen und demnach auch nur wenig Spannung ins Filmgeschehen ein. Witzig und abwechslungsreich ist diese Komödie jedoch allemal. Die beiden Protagonisten werden zwar einigen Zuschauern ziemlich auf die Nerven gehen, aber wer 'American Pie' und 'Party Animals' mochte, wird 'Harold & Kumar' lieben.







Inhaltsangabe

Nach seinem Collegeabschluss jobbt Harold Lee (John Cho) in einem Büro und lässt sich von seinen Kollegen schamlos ausnutzen. Sein indischer Mitbewohner Kumar Patel (Kal Penn) sollte eigentlich Medizin studieren und in die Fussstapfen von Vater und Brüdern treten, interessiert sich aber mehr für Partys und Mädels. Als er eines Abends enormen Appetit auf Burger verspürt, überredet er seinen Kumpel Harold, seine Arbeit stehen und liegen zu lassen und mit ihm einen abenteuerlichen Trip durch die Nacht zu starten. Dabei geraten die beiden in die skurrilsten Situationen: Von durchfallgeplagten sexy Girls über rassistische Cops und bibeltreue Aussätzige bis hin zu einem beisswütigen Waschbären. Doch der Wille, den perfekten Burger zu geniessen, lässt sie nicht von ihrem Weg abkommen.



Kritik

Es wäre wohl zu krass die beiden Spassvögel Harold Kumar mit Filmhelden wie Freddy und Jason oder das Alien und die Predatoren zu vergleichen. Jedoch entspricht das Prinzip dieser Komödie exakt dem, der eben genannten Charakter. Aus beliebten Filmen wurden die populärsten Charaktere entrissen, um einen neuen, eigenständigen Film zu produzieren. So ist der Erfolg quasi schon vorgesichert. Harold stammt aus ’American Pie’ und Kumar aus ’Party Animals’. Diese Tatsache, dass beide Protagonisten aus ziemlich beliebten Teeniefilmen stammen, lässt das Zielpublikum demnach enorm gross werden, da es sich um die Jugendlichen und Junggebliebenen handelt. Es ist nicht unselten, dass solche Filme, die aus dem „Besten“ aus einzelnen Filmen zusammengemischt sind, auch wirklich besser sind als die Originale. Dies trifft bei ’Harold & Kumar’ leider zu. Dass der Film dennoch nicht als Schlecht bezeichnet werden kann, lest ihr in folgendem Abschnitt.

Teeniekomödien sind seit ’American Pie’ zu einem der populärsten Genres herangewachsen. Kein Wunder probiert man sich an immer mehr solcher Filme aus. Junge Schauspieler sind ja in Hollywood genug vorhanden, als Humor begnügt man sich mit dem simplen aber effektiven (bei einigen auch ziemlich unangebrachten) Fäkalhumor und eine anspruchsvolle Story wird ebenfalls nicht benötigt. Leider, leider beschränkt sich ’Harold & Kumar’ zu sehr auf dieses Klischee, so dass der eine oder andere nicht- routinierte Teeniefilm-Zuschauer schon bald was Besseres zu tun weiss, als diesen Film zu schauen. Trotzdem wirkt der Humor passend, gut eingesetzt und wirkt bei den meisten Szenen wirklich lustig.

Über die Story lässt sich streiten. Denn von Roadmovies kann man keine komplexe Handlung verlangen. Jedoch wäre ein bisschen mehr Übersicht, besonders in den ersten Szenen, überhaupt nicht unangebracht gewesen. Abwechslungsreich ist die Geschichte jedoch allemal. Die Schauspieler sind bei solch einer Art von Film unersetzlich, jedoch weisen die beiden Protagonisten keinerlei Professionalität und nennenswertes Können auf, so dass sie bis auf weiteres im Schatten stehen bleiben werden. Es wirkt fast so, als ob sie nur für diesen Film gebraucht hätten werden können, da ihre beiden Persönlichkeiten (besonders die von Kal Penn) für keine andere Rolle echt und glaubwürdig wirken würden. Spannung kommt nur in wenigen Szenen auf. Jedoch mit dem Motto: Wenn, dann richtig!

Die DVD
Bild
Das Bild überzeugt zwar durch eine starke Schärfeeinstellung, jedoch lässt diese im Detailbereich oftmals etwas nach, was das Bild nicht selten etwas weich wirken lässt. Ausserdem ist die Farbgebung sehr gelungen, da zunehmest sehr kräftige und ausdrucksstarke Kolorierungen zu sehen sind. Auch der Kontrast kann sich sehen lassen.
Sound
Der Ton fällt in dieser Komödie ziemlich unspektakulär aus. Surroundmässig kriegt man nichts geboten. Sogar die Musik ist frontlastig abgemischt. Ausserdem wirken die deutschen Synchronstimmen ziemlich schwach und passen überhaupt nicht zu den Darstellern. Hierbei hätte mit einigen Effekten viel wettgemacht werden können.

Extras
- Blick hinter die Kulissen
- Darsteller-Infos
- Deleted & Extended Scenes
- Outtakes
- Rick Kavanian & Oliver Pocher bei der Synchronarbeit
- Interviews

Der Blick hinter die Kulissen fällt sehr kurz und wenig informativ aus. Ganz im Gegenteil zu den gelöschten und erweiterten Szenen, die zusammen satte zwölf Minuten zählen können und vom Humor her problemlos mit dem Hauptfilm mithalten können. Die Outtakes wiederum dauern nur zwei Minuten, was bei einem solch witzigen Film, der bestimmt mehr Material in diesem Bereich zu bieten hätte, sehr spärlich ist. Immerhin sind die Interviews mit Rick Kavanian und Oliver Pocher sehr informativ.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Harold & Kumar go to White Castle
Genre Roadmovie
Studio New Line Cinema
Verleih Constantin Film
Laufzeit ca. 84 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Danny Leiner
Darsteller John Cho, Kal Penn, Paula Garcés, Neil Patrick Harris, David Krumholtz
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.78:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 28.06.05

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