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Inhalt |
Die französische Provinz Champagne im frühen 19. Jahrhundert: Nach dem Tod ihres Mannes übernimmt Barbe-Nicole Clicquot Ponsardin (Haley Bennett) mit nur 27 Jahren die Leitung der familieneigenen Weinkellerei - ein gewagter Schritt zu einer Zeit, in der für Frauen kein Platz in der Geschäftswelt vorgesehen war. Mit Entschlossenheit und Leidenschaft manövriert die Witwe Clicquot das Unternehmen durch turbulente Zeiten, legt mit ihren Innovationen den Grundstein für die moderne Champagnerherstellung und avanciert mit dem exklusiven Schaumwein ihres Hauses zur Grande Dame der Champagne. |
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Originaltitel |
Widow Clicquot |
Produktionsjahr |
2023 |
Genre |
Drama |
Laufzeit |
ca. 90 Minuten |
Altersfreigabe |
ab 12 Jahren |
Regie |
Thomas Napper |
Darsteller |
Haley Bennett, Tom Sturridge, Sam Riley, Anson Boon, Leo Suter |
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Kritik |
Bei 'Stolz & Vorurteil', 'Abbitte' und der gelungenen Realverfilmung von 'Die Schöne und das Biest' hat der Brite Thomas Napper bereits als Regie-Assistent des Zweiten Stabes fungiert und nach dem BAFTA-nominierten 'Jawbone' (2017) folgt nun sein zweiter Spielfilm, welchen er als Regisseur präsentiert: 'Die Witwe Clicquot'. Es handelt sich dabei um die Lebens- und Leidensgeschichte von Barbe-Nicole Clicquot Ponsardin, eine der bemerkenswertesten Unternehmerinnen des 19. Jahrhunderts und eine der ersten Frauen, die in einer von Männern dominierten Branche wie der Champagnerherstellung erfolgreich ein Unternehmen führte - das bis heute existiert. Authentische Kulissen und eine stimmungsvolle Inszenierung der Weinberge der Champagne sind die Eckpfeiler dieses Biopics, in welchem Haley Bennett eine eindrucksvolle Leistung an den Tag legt. Sie verkörpert ihre Hauptfigur mit einer bemerkenswerten Mischung aus Sanftmut, Entschlossenheit und Stärke, was die Komplexität der Figur gut widerspiegelt. Ein Wehrmutstropfen ist dabei, dass besonders zu Beginn etwas sehr auf romantische Klischees gesetzt wird, was unweigerlich auch zu etwas schwülstigen Dialoge führt. Die Kernbotschaft des Filmes, dass sich Frauen damals übermenschlich beweisen mussten, wenn sie Unternehmen führen wollten, wird dadurch etwas zerrüttet. Aber die gesellschaftlichen Widerstände finden dennoch Platz in Nappers Inszenierung, auch wenn sie präsenter hätten sein können. Trotz Romantik-Klischees ein inspirierendes Biopic über Mut, Innovation & weibliche Stärke! |
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© rezensiert von Philipp Fankhauser am 03.04.25
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