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Slums of Beverly Hills



Release:
8. Mai 2004

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Kurzkritik:
'Hauptsache Beverly Hills' ist eine schlichte und stilvolle Komödie mit tollen Schauspielern. Insbesondere Natasha Lyonne leistet hervorragend Arbeit und wirkt durchaus authentisch. Die Story ist leider ein bisschen fahl aufgebaut und zu erwartende Schlüsselsequenzen werden sehr dürftig miteinbezogen. Unterhaltsam, jedoch nicht mehr. Frauen lachen, Männer lernen!







Inhaltsangabe

Sommer 1979 in Beverly Hills. Die fünfzehnjährige Vivian Abramowitz (Natasha Lyonne) zieht mit ihrem allein erziehenden Vater Murray (Alan Arkin) und ihren beiden nervigen Brüdern Rickey (Eli Marienthal) und Ben (David Krumholtz) durch den glamourösen, kalifornischen Vorort wie Nomaden. Von einer miesen Wohnung gelangen sie zur nächsten. Dies aus einem simplen Grund: Die Familie Abramowitz ist nicht gerade mit einem gefüllten Bankkonto gesegnet. Deshalb gilt es den monatlichen Mietzahlungen zu entgehen, indem die Wohnung nicht länger als einen Monat besetzt wird und dann sogleich die nächste aufgesucht wird. Hauptsache diese Wohnung liegt im Schulbezirk von Beverly Hills, so dass Murrays Kinder eine äusserst gute Ausbildung geniessen können. Doch Tochter Vivian ist zudem in der Pubertät und muss sich auch noch mit dem Problem ihrer immens wachsenden Brüste auseinandersetzen. Als dann auch noch Vivians Cousine Rita (Marisa Tomei) auftaucht, wird Vivians Teenagerleben komplett auf den Kopf gestellt.



Kritik

Regisseurin Tamara Jenkins widerspiegelt in diesem Film ihre eigene Jugend. Auch sie wuchs, wie Vivian, als Scheidungskind in den Randbezirken von Beverly Hills auf. Diese Erfahrung lässt natürlich viel Realismus in den Film strömen, was man auch sehr zu bemerken bekommt. Natasha Lyonne spielt ihre Rolle in diesem Film einfach hervorragend. Sie war zu Drehzeiten des Filmes zwar schon neunzehn Jahre alt, im Film jedoch merkt man ihr diese vier Jahre Altersunterschied überhaupt nicht an und sie spielt den fünfzehnjährigen, pubertierenden Teenager über die komplette Filmlänge überzeugend. 'Hauptsache Beverly Hills' diente mit Sicherheit als Referenz für Lyonnes Rolle in der Teenie-Komödie 'American Pie', in der sie Jessica mimt. Auch überzeugen alle anderen Schauspieler dieses Filmes durchaus (besondern Alan Arkin als Vivians Vater Murray und Marisa Tomei als ihre Cousine).

Wie schon erwähnt sprüht dieser Film nur so von schauspielerischem Talent und Können. Die jedoch sehr knappe und lau aufgebaute Story zieht den Unterhaltungswert dieser Komödie wieder in tiefere Etagen. Die Idee von der Nomadenfamilie die durch Beverly Hills zieht, so dass die Kinder eine gute Schulausbildung geniessen können ist eigentlich gar nicht mal so schlecht. Nur gehen die Kinder während des ganzen Filmes nie zur Schule und Umgezogen wird auch nur zwei Mal. So verringern sich die Schlüsselereignisse und die Filmlänge von zirka 96 Minuten kommt dem Zuschauer wie eine Ewigkeit vor. Das zu erwartende Chaos als Vivians Cousine Rita auftaucht, trifft auch nicht ein. Es ist eher ihr Vater, der indirekt ihr Leben auf den Kopf stellt.

Die Stilistik und die Atmosphäre setzen dem Film nun wieder gediegenere Massstäbe. Beverly Hills wird hervorragend dargestellt. Es wirkt nicht wie ein Ferienort und auch nicht wie ein ganz gewöhnlicher Wohnort. Die Mischung macht's aus. Schlicht und stilvoll. Auch die Tatsache dass in diesem Film nur wenige Nebenrollen und Statisten vorkommen, lässt den Bezirk überhaupt nicht leblos erscheinen.

Wie schon die Atmosphäre hält sich auch die Komik schlicht. Es gibt wenige Lacher. Marisa Tomei ist wohl der witzigste Charakter in diesem Film. Sie wurde zu Recht bei den American Comedy Awards 1999 in der Kategorie 'Witzigste Nebenrolle in einem Film' nominiert. Auch David Krumholtz, der Vivians Bruder Ben mimt, lässt in vielen Szenen seinen Witz einfliessen und bringt mit Sicherheit den einen oder anderen Zuschauer zum Schmunzeln.

Die DVD
Bild
Das Bild überzeugt mit knallig, grellen Farben die ausgezeichnet zu dieser Komödie passen und ihr einen eigenen Touch verleihen. Trotz dieser Tatsache ist auch der Kontrast sehr gut gehalten. Die Schärfe besitzt zwar, besonders in der Ferne, noch einige Schwächen, jedoch wird das Bild auch nicht durch unerwünschtes Rauschen gestört.
Sound
Die Mischung verhält sich im Verhältnis Sprach- und Musikszenen sehr gut. Der Ton ist im Allgemeinen klar und verständlich und enthält in keinerlei Szenen undeutliche oder verzerrte Passagen. Die Lautstärke der Geräuschkulisse passt sich sehr gut der der Konversationsszenen an, was ein angenehmes Filmerlebnis hervorruft. Jedoch werden die Surroundeffekte nur selten bis gar nicht gebraucht.

Extras
Keine Extras


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Slums of Beverly Hills
Genre Teen-Komödie
Studio Fox Searchlight Pictures & South Fork Pictures
Verleih 20th Century Fox Home Entertainment
Laufzeit ca. 96 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Tamara Jenkins
Darsteller Natasha Lyonne, Alan Arkin, Marisa Tomei, Eli Marienthal, David Krumholtz
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.85:1)
Ton Dolby Digital 4.0
Deutsch: Dolby Digital 4.0
Italienisch: Dolby Digital 4.0
Französisch: Dolby Digital 4.0
Untertitel Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 05.07.04

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