Mit 'Fog of War' versucht sich das Kriegsdrama an einer psychologischen Annäherung an die Verwirrung des Schlachtfelds, bleibt dabei jedoch deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Statt intensiver Charakterstudie oder packender Spannung entsteht ein Film, der sich in seiner eigenen Ernsthaftigkeit verliert. Die Handlung rund um einen verletzten Soldaten, der einem Spionagefall nachgeht, bietet eigentlich eine vielversprechende Grundlage. Doch das Drehbuch wirkt unausgegoren: Wichtige Entwicklungen werden nur angerissen, während andere Szenen unnötig in die Länge gezogen werden. Die angestrebte Mischung aus Kriegsfilm und Thriller funktioniert kaum, da es an klarer Struktur und erzählerischem Fokus fehlt. Auch inszenatorisch bleibt der Film hinter seinen Ambitionen. Die bewusst gedämpfte Bildsprache und die ruhige Kameraführung sollen Atmosphäre erzeugen, wirken jedoch oft eher kraftlos als intensiv. Spannung kommt nur selten auf, da viele Szenen ohne spürbare Dynamik ablaufen. Selbst Momente, die eigentlich für Nervenkitzel sorgen sollten, verpuffen weitgehend wirkungslos. Die Darsteller bemühen sich zwar um Glaubwürdigkeit, können die schwache Figurenzeichnung jedoch nur bedingt ausgleichen. Die Charaktere bleiben oberflächlich, ihre Konflikte wirken konstruiert und emotional wenig greifbar. Dadurch fällt es schwer, eine echte Bindung zur Geschichte aufzubauen. 'Fog of War' leidet insgesamt unter einem Mangel an klarer Vision. Der Film weiss nicht recht, ob er als spannender Thriller oder als ernstes Kriegsdrama funktionieren möchte - und scheitert letztlich an beiden Ansprüchen. Was bleibt, ist ein zäher, wenig mitreissender Beitrag, der trotz interessanter Ansätze kaum Eindruck hinterlässt. Wenig überzeugend! Atmosphärisch bemüht, aber langatmig erzählt und emotional distanziert |