Aktuelle Kritiken
Parasite Jojo Rabbit
Motherless Brooklyn The Good Liar - Das alte Böse
Lara A Rainy Day in New York
Mehr...
 
DVD Suche
 
 
md-press Shop
 

Home Improvement - Season 1



Release:
7. Juli 2005

Jetzt kaufen bei:
Jetzt kaufen bei Amazon

Kurzkritik:
Gleich 7 Emmys und einen Golden Globe-Award konnte 'Hör mal wer da hämmert' zu seinen Ruhmzeiten mit nach Hause nehmen. Und dies auch durchaus zu Recht. Denn alleine die Tatsache, Heimwerkerideen mit einer Sitcom zu verbinden, ist geistreich umgesetzt und lernreich dazu. Mit der Zeit wiederholen sich jedoch gewisse Ansätze der Geschichte und lassen den Abwechslungsreichtum schwinden. Immerhin wissen die Charaktere das Geschehen aufzulockern und mit ihren schrägen Sprüchen massenhaft Spass zu verbreiten.







Inhaltsangabe

Tim Taylor (Tim Allen) ist der Moderator der beliebten Heimwerker-Show ’Tool Time’. Er nennt sich selbst „Heimwerkerkönig“, stellt aber in seiner Sendung stets unter Beweis, dass er ein Tollpatsch mit zwei linken Händen ist (was er aber natürlich überhaupt nicht von sich selbst behauptet). Tim leidet an grenzenloser Selbstüberschätzung. Egal was er anfasst, es geht schief. Glücklicherweise hat Tim einen Kollegen zur Seite: Den ausgebildeten Handwerker Al (Richard Karn), der imemr wieder alles wieder gerade biegt. Zu Hause warten seine Frau Jill (Patricia Richardson) und seine drei Söhne Randy (Jonathan Taylor Thomas), Brad (Zachery Ty Bryan) und Mark (Taran Noah Smith), die sich jedoch bereits daran gewöhnt sind, dass ständig irgendwas kaputt geht, wenn Tim wieder mal am „Heimwerken“ ist. Und wenn ein Problem mal gar nicht lösbar scheint, hilft der freundliche Nachbar Wilson W. Wilson Jr. (Earl Hindman) gerne mit einem guten Rat.



Kritik

Keine Serie stellt die (deutlichen) Unterschiede zwischen Mann und Frau derart ins Rampenlicht wie ’Hör mal wer da hämmert’. Es wird quasi gespielt damit. Ein Beispiel davon: In einer der ersten Folgen will Jill romantisch essen gehen, Tim hingegen lieber ein spannendes Spiel im Fernsehen schauen. Eine ideale Vorlage für gekonnten Mann-Frau-Klamauk, der viel Platz für die jeweiligen Klischees lässt. Diese werden in genau dieser Serie ja zur Genüge ausgeschöpft. Der Mann, in diesem Falle Tim Tayler, ist stolz auf sein Eigenheim und liebt es, jede noch so kleine Küchenmaschine auf Vollgas zu tunen. Auch eine vier-Meter-Druchmesser grosse Satellitenschüssel alleine aufs Dach zu befördern, hält der Heimwerkerkönig für einen Klacks. Verständlicherweise geht natürlich bei diesen Eskapaden einiges schief, was aber überhaupt nicht zu Ungunsten der Zuschauer ist und mächtig gute Laune und Spass verbreitet.

Die Frau, hier Jill Taylor, muss sich tagtäglich darüber abfinden, dass es nun mal Tims Leidenschaft entspricht, den Haushalt auf den Kopf zu stellen. Zudem hat sie drei, sechs bis zehnjährige Kinder zu erziehen, die ihr zudem ebenfalls fast täglich Kopfzerbrechen bereiten. Dass Patricia Richardson in solchen Szenen einen kühlen Kopf bewahren kann und ihrem Charakter entsprechend jedes Mal hervorragend reagiert, macht sie zum schauspielerischen Highlight dieser Serie. Selbst der erfahrene Tim Allen kann ihr nicht das Wasser reichen, obwohl auch sein Talent bewundernswert ist und zu vielen Lachern verhilft. Die Idee mit Nachbar Wilson ist ebenfalls sehr gelungen. Nimmt er doch die Stelle des ruhigen Pols ein und gibt sinnvolle, sowie interessante philosophische Ratschläge den Taylors (besonders an Tim) ab.

’Hör mal wer da hämmert’ hat aber leider auch einige Schwachpunkte. So wirken die einzelnen Episoden nie wirklich abwechslungsreich und werden stets im selben Zyklus durchgezogen: Heimwerkershow, Eskapade zu Hause, Moral von der Geschichte. Obwohl die Serie stets mit guten Witzen und einem geschmackvollen Humor bestückt ist, kann durch eben genannte Tatsache dennoch ab und zu Langeweile aufkommen und besonders im letzten Drittel einer Episode vergisst man gerne sich selber, so einschläfernd kann es manchmal sein. Nichtsdestotrotz ist und bleibt ’Hör mal wer da hämmert’ eine der wenigen Sitcoms der Neunziger Jahre, die sich gegen die grosse und harte Konkurrenz durchsetzen konnte. Ein testosterongesteuertes Bellen Taylors würde diese Meinung bestimmt bestätigen.

Die DVD
Bild
Der Kontrast wirkt zu extrem, die Farben zu knallig und besonders in dunklen Szenen schleicht sich ein nervendes Rauschen ins Bild. ’Hör mal wer da hämmert’ ist auf keinen Fall eine technische Referenz für DVDs. Dies war aber auch zu erwarten: Denn wenn man sechs Episoden à 20 Minuten mit 4 Tonspuren auf eine DVD presst, bleibt nicht mehr viel Platz für Qualität übrig.
Sound
Mono-Sound. Mehr braucht es gar nicht zu erwähnen. Die Qualität ist schrecklich, für was die in der Bildbewertung genannte Ursache auch nicht ganz unschuldig ist. Das einzig Positive sind die klaren und deutlichen Dialoge, die aber erstaunlicherweise auch nur in den Mono-Fassungen überzeugen können. Umgebungsgeräusche nimmt man so gut wie keine war und die Musik wirkt oftmals „verschluckt“.

Extras
- Audiokommentar
- ’Loose Screws’: Highlights aus ’Hör mal wer da hämmert’

So erbärmlich diese DVD in der Technik ist, so ist sie auch in Sachen Bonusmaterial. Geiziger geht es fast nicht mehr. Neben einem Audiokommentar ist nur gerade mal ein Featurette namens ’Loose Screws’ vorhanden, das die Highlights der Serie zeigt. Immerhin kann man diese Highlights als Witzig bezeichnen, so dass diese Extras nicht komplett unerwähnenswert bleiben.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Home Improvement - Season 1
Genre Sitcom
Studio Touchstone Television
Verleih Walt Disney Studios Home Entertainment
Laufzeit ca. 566 Minuten
FSK unbeschränkt
Created By Carmen Finestra, David McFadzean & Matt Williams
Darsteller Tim Allen, Patricia Richardson, Earl Hindman, Taran Noah Smith, Jonathan Taylor Thomas
 
Technische Details
Bild 4:3 (1.33:1)
Ton Deutsch: Mono 2.0
Italienisch: Mono 2.0
Spanisch: Mono 2.0
Englisch: Stereo 2.0
Untertitel Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Holländisch, Englisch (für Hörgeschädigte)
Anzahl Discs 4
Verpackung Digipack

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 04.08.05

Zurück zur vorherigen Seite