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Stuck on you



Release:
15. April 2004

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Kurzkritik:
Nicht gerade ein Film auf gewohnt hohem Farelly-Niveau, jedoch eine unterhaltsame Komödie mit tollem Wortwitz und zwei überzeugenden Hauptdarstellern.







Inhaltsangabe

Die Zwillinge Bob und Walt Tenor (Matt Damon und Greg Kinnear) sind unzertrennlich - und das im wahrsten Sinne des Wortes so gemeint. Die beiden sind seit ihrer Geburt an der Hüfte mit einander verwachsen. Trotz dieses Schicksals meistern sie ihr Leben gut. Sie sind erfolgreich in ihrem Schnellimbissladen und im ganzen Dörfchen sind die beiden bekannt und beliebt. Auch Sportarten wie Eishockey, Tennis oder Baseball können ihrer Behinderung nichts anhaben. Ihr Leben läuft soweit perfekt, wenn da nicht eines Tages Walt, der in seiner Freizeit hobbymässig Auftritte in Bühnenspielen hat, seinen Traum, nach Hollywood zu reisen um dort Schauspieler zu werden, Bob anvertraut. Bob, der, wenn er auf der Bühne steht oder in heiklen Situationen ist, häufig Panikanfälle bekommt, ist zuerst einmal skeptisch was den Traum seines Bruder anbelangt. Jedoch überwindet er sich und reist mit Walt nach Hollywood. Bobs Internetfreundin Ma y (Wen Yann Shih), die er seit rund drei Jahren kennt, jedoch noch nie gesehen hat, wohnt in der Nähe von Hollywood. Allerdings lehnt Bob, der in Sachen Frauen mehr als scheu ist, den Vorschlag von Walt, May dort zu treffen, ab. Dort angekommen müssen die beiden der Tatsache ins Auge sehen dass siamesische Zwillinge es sehr schwer haben im Filmbusiness einen Platz zu bekommen. Ihre Freundin April (Eva Mendes), die sie in ihrem Appartement kennen gelernt haben, akzeptiert die Jungs so wie sie sind, was den beiden zusätzlich Selbstvertrauen verschafft. Durch einen sehr glücklichen Zufall kriegt Walt allerdings eine Rolle in einer Serie, in der auch Cher mitspielt. Die Serie wird ein Erfolg und Walt ein Star. Jedoch driften die Zwillinge mit jedem Tag physisch weiter auseinander. Ist eine operative Trennung die Lösung? Wenn ja, hätte Walt nur fünfzig Prozent Überlebenschancen, was die Entscheidung für die beiden natürlich alles andere al s leicht macht.



Kritik

Ein Film über siamesische Zwillinge? Eine Komödie? Und dann noch von den Farelly-Brüdern? Man kann so seine Bedenken haben, ob dieser Film als moralisch korrekt oder eben bedenklich bei den Zuschauern abschneiden wirde. Doch im Nachhinein muss man dann doch zugeben: Die Farelly-Brüder wissen wo die humanitären Grenzen sind. Auch dass man den Film die ganze Zeit aus den Augen der Zwillinge betrachtet und man erkennen kann, dass diese ihre Behinderung, soweit es geht, ignorieren, macht den Film authentisch und alles andere als moralisch bedenklich.
Die Story ist mittelmässig bis gut aufgebaut. Sie erreicht in der Mitte des Filmes den Höhepunkt. Der Anfang von "Unzertrennlich" ist eher langatmig, hat jedoch auch sehr gute Szenen, wie jene, die ihre Arbeit als Hamburger-Köche in einem Schnellimbissladen zeigt. Der Schluss des Filmes wartet mit dem lang ersehnten, aber eher unwahrscheinlichen Happyend auf, das alle Zuschauer erwartet haben und deshalb auch eher uninteressant wirkt.

Den beiden Hauptdarstellern Matt Damon und Greg Kinnear sollte man Respekt gebühren, da sie trotz ihres Menschenhautkorsetts, dass sie während den ganzen Dreharbeiten tragen mussten, hervorragend gespielt haben.
Die Romanze zwischen Walt & April und Bob & May, die den Produzenten, insbesondere wegen Eva Mendes höhere Zuschauerzahlen brachten, ist ziemlich spärlich inszeniert. Wirklich gute Szenen zwischen den beiden Liebespärchen gibt es nicht und wenn, dann stehen Bob und Walt im Mittelpunkt, die jedoch somit ihre beiden Schwärme in den Schatten stellen.
Der Soundtrack hingegen ist sehr gut gelungen. Obwohl die Stile der Interpreten (Rolling Stones, Cher, Jimmy Hendrix, etc.) sehr verschieden sind, kratzen sie überhaupt nicht am Gesamtbild und der Atmosphäre des Filmes. Die Musik, die zwischen den Szenenwechsel eingesetzt wird, ist am Anfang des Filmes eher unpassend, wird aber zum Schluss immer zutreffender. Was man auch nicht überbieten kann ist die Hintergrundmusik bei Konversationen zwischen den Darstellern. Diese passt immer sehr gut ins Ambiente und verbessert es zum Teil sogar.
"Unzertrennlich" kommt zwar lange nicht an die Kassenschlager "Verrückt nach Mary" oder "Dumm und dümmer" der Farelly-Brüder ran, ist aber dennoch ein unterhaltsamer, witziger Film für die ganze Familie.

Die DVD
Bild
Das Bild überzeugt durch eine einwandfreie Schärfe. Die Szenen wirken auch bei schnelleren Kamerafahrten nicht verwischt und im Hintergrund kann man nur sehr selten wellenförmiges Rauschen erkennen, das einem jedoch nicht auffällt, wenn man nicht darauf achtet.
Sound
Der DTS-Sound kommt in diesem Streifen eindeutig zu kurz. Bloss einige vorbeifahrende Autos im Film können die Fähigkeiten davon ausschöpfen. "Unzertrennlich" würde auch bloss in Stereo-Sound sehr anhörlich sein, aber wenn der Film schon DTS-unterstützt, dann sollten auch einige Sequenzen davon geprägt sein. Ansonsten ist der Ton, wie auch das Bild sehr gelungen. Die Musik wurde wunderbar mit den Dialogen in Einklang gebracht, die man, wie auch jedes Geräusch im Film, genau orten kann, was zusätzliche Atmosphäre aufbringt.

Extras
- Original-Kommentar von den Regisseuren Peter & Bobby Farrelly
- Unveröffentlichte Szenen
- Dokumentation: „Die Tenor-Zwillinge - Die wahre Hollywood-Story“
- Making-of
- Bericht über die Make-Up Effects
- Outtakes - Pannen bei den Dreharbeiten


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Stuck on you
Genre Komödie
Studio 20th Century Fox
Verleih 20th Century Fox Home Entertainment
Laufzeit ca. 118 Minuten
FSK ab 6 Jahren
Regie Peter & Bobby Farrelly
Darsteller Matt Damon, Greg Kinnear, Eva Mendes, Wen Yann Shih, Cher
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Deutsch (für Hörgeschädigte), Deutsch (mit begleitendem Text)
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 05.07.04

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