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The Honeymooners



Release:
19. Januar 2006

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Kurzkritik:
Für kurzweilige Slapstick-Einlagen ist während des ganzen Filmes gesorgt. Doch wirklich überzeugen kann der Humor nicht – obwohl sich die Darsteller redlich darum bemühen. Cedric the Entertainer bildet wohl das einzige Highlight dieses Filmes. Die Story wirkt zu ungegliedert, die Spannung sinkt von Szene zu Szene und spätestens nach der Hälfte von 'Honeymooners' wirkt alles so, als hätte man es schon irgendwo gesehen. Fans bleiben wohl lieber dem US-Original treu.







Inhaltsangabe

Eigentlich ist Ralph Kamden (Cedric the Entertainer) ein ganz gewöhnlicher New Yorker Busfahrer. Doch wenn er seinen Job getan hat, dann wird er zum Erfinder so nützlicher Dinge wie Gürteltaschen aus Tigerfell-Imitat oder Kuschelkakteen aus Kunststoff. Leider ist sein Plan, davon reich zu werden, immer noch nicht aufgegangen. Und so musste der Kauf eines Zweifamilienhauses in Brooklyn, das er mit seiner Frau Alice (Gabrielle Union) und dem Ehepaar Ed (Mike Epps) und Trixie (Regina Hall) beziehen will, stets verschoben werden. Doch da kommt Ralph schon die nächste brillante Geschäftsidee. Da aber seine Frau immer weniger von Ralphs Plänen angetan ist, da diese sowieso immer in die Hose gehen, darf sie nichts von seinem Vorhaben erfahren.



Kritik

Die Story wirkt von Anfang an sehr unübersichtlich. In solchen Momenten glaub man bekanntlich immer, dass in den nächsten zehn Minuten Klarheit geschaffen wird. Dies ist bei ‘Honeymooners‘ aber anders. Zwar haben sich die Charaktere nach wenigen Minuten etabliert und es ist klar ersichtlich wer zu wem gehört und wer welche Rolle verkörpert, jedoch hat man keinen blassen Schimmer was die Protagonisten eigentlich vorhaben. Dank dem Covertext kommt man auf die Idee, dass Ralph Kamden aka Cedric the Entertainer Geld machen will um reich zu werden. Doch im Film wird diese Information sehr versteckt rübergebracht, wie auch vieles anderes. So ist beispielsweise die Beziehung zwischen Ralph und seiner Frau Alice von Anfang an sehr undurchsichtig und plötzlich kippt auf einen Schlag das Ruder um und der Zuschauer verwirrt. Auch zündet der Humor nicht richtig. Cedric the Entertainer versucht zwar durch gekonnte Slapstick-Einlagen Spass ins Geschehen zu bringen, doch das Drehbuch steht im häufig im Weg.

Afroamerikanische Komödien kommen immer mehr in den Trend. Auffallend ist, dass bei sicher über der Hälfte der Filme dieser Art Cedric the Entertainer mitwirkt. Er kann sozusagen schon beinahe als Urgestein dieses Genres angesehen werden. Spätestens nach seiner überzeugenden Rolle in ‘Be cool‘ wird er nicht nur als Blödel-Clown, sondern als richtiger, professioneller Komödiant angesehen. Einziger Kritikpunkt dieses afroamerikanischen Komödiengenres ist wohl die Rassendiskriminierung. Wenn in Filmen mit weissen Hauptdarstellern ein Schwarzer den Bösewicht spielt, gibt es sogleich Protest. Es stört aber allerdings scheinbar niemanden dass in schwarzen Komödien der Bösewicht fast immer von einem Weissen verkörpert wird. Rache, Absicht oder Zufall? Nichtsdestotrotz kommt es ja schlussendlich auf das Ergebnis des Filmes ab und dieses ist bei ‘Honeymooners‘ schrecklich ausgefallen.

Verständlich dass bei solchen Filmen, die weder in der Story noch mit Humor überzeugen können, die nötige Spannung fehlt. Ein grosser Aspekt für diesen Negativpunkt ist bestimmt auch die Tatsache, dass der Zuschauer nie genau weiss, was nun als nächstes zu erwarten sei. Gegen den Schluss des Filmes wird zwar vieles aufgelöst und es wird einiges klar (jedoch ohne Aha-Effekt), doch es kann doch nicht das Gelbe vom Ei sein, wenn ein Film erst beim zweiten Betrachten interessant wirkt. Gabrielle Union wirkt neben einem Cedric the Entertainer akzeptabel, wobei jedoch Mike Epps und Regina Hall eine schwache Leistung an den Tag legen (ganz Geschweigen vom Rest der Nebendarsteller-Crew). Zusammengefasst kann man ‘Honeymooners‘ als Zeitverschwendung ansehen und man vergnügt sich um einiges besser mit dem US-Original aus den 50er Jahren.

Die DVD
Bild
Nebst dem schwachen Film ist immerhin die technische Leistung gelungen. Das Bild präsentiert sich farblich stark und auch der Kontrast kann überzeugen. Einige wenige Szenen wirken zwar minim überlichtet, aber das kann verkraftet werden. Auf jeden Fall sin keine Unreinheiten und Bildstörungen zu vernehmen.
Sound
Die drei Audiospuren liegen im klassischen Dolby Digital 5.1-Format vor. Raumklang erklingt aber ledliglich nur bei Szenen mit lauter Musik, in denen keine Dialoge gesprochen werden. Letztere sind besonders in der deutschen und türkischen Tonspur sehr gut verständlich. Die englische Tonspur jedoch besitzt ihre Leistungslücken besonders in Sequenzen mit lautem Strassenverkehr. Indoor-Szenen sind aber ebenfalls gelungen.

Extras
- Audiokommentar
- Interviews: ‘Hanging with Honeymooners‘
- Zusätzliche Szenen
- Kinotrailer
- Werbespots

Die Extras sind sehr bescheiden gehalten. Mit anderen Worten: Nur das Nötigste vom Nötigsten, damit man passables Sondermaterial erreicht, ist auf dem DVD-Rohling vorhanden. Zusätzliche Szenen, ein Audiokommentar und der originale Kino-Trailer gehören inzwischen schon fast zum Standard-Material. Die Interviews sind nett anzusehen wenn man die Schauspieler mag, aber ansonsten wird nebst einigen Werbespots reichlich wenig geboten.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel The Honeymooners
Genre Komödie
Studio Paramount Pictures
Verleih Paramount Home Entertainment
Laufzeit ca. 93 Minuten
FSK unbeschränkt
Regie John Schultz
Darsteller Cedric the Entertainer, Gabrielle Union, Mike Epps, Regina Hall, Eric Stoltz
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Türkisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Holländisch, Türkisch, Arabisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 17.02.06

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