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Water



Release:
10. Februar 2006

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Kurzkritik:
'Wasser - Der Film' erfüllt alle Erwartungen die man an den typisch britischen Humor stellt und besitzt fabelhafte Schauspieler. Die Story ist anfangs zwar sehr übersichtlich, entwickelt sich aber mit der Zeit zu einem klassischen B-Movie, dass sich aller offenen Fragen entledigen will um den Film zu Ende zu bringen. Nur dumm dass der britische Humor etwa viermal so viele Fragen offen lässt und so den Film zu einem sehr abrupten Ende zwingt.







Inhaltsangabe

Reggae, Rum und regelmässig einen Joint: Die Amtsgeschäfte auf der kleinen Karibikinsel Cascara lassen dem dortigen Gouverneur Thwaites (Michael Caine) viel Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Dies ändert sich schlagartig, als bei einer Ölbohrung eine Quelle entdeckt wird, aus der reinstes Mineralwasser sprudelt. Um das kühle Nass streiten sich plötzlich die verschiedensten Interessengruppen und die verschlafene Insel wird zum Tummelplatz von US Marines, britischen Soldaten, französischen Fremdenlegionären und sogar kubansichen Revolutionären. Der Gouverneur sieht sein ruhiges Leben in Gefahr und beschliesst zu handeln...



Kritik

Ganz nach ‘Monthy Python‘-Manier beginnt dieser ruhige und genüsslich gemütliche Film, der auf der sonnigen Karibikinsel Cascara spielt. Unerwartete Lachattacken überfallen den Zuschauer und bringen so massig Spass in die witzige Komödie. Da wären ganz am Anfang des Filmes der kuriose afroamerikanische Radiomoderator der mit einem betrunkenen Priester eine scheinbar 24-Stunden-Sendung betreibt. Bald darauf krachen zwei kubanische Möchtegern-Rebellen durch das Dach die als einzige Forderung einige Sendeminuten wollen um ein Liedchen zu singen usw. Dies sind alles Aspekte, welche das Publikum am englischen Film lieben und zu schätzen wissen. Unerwartete, provozierende Spässe am laufenden Band, welche für eine Heiden-Stimmung sorgen. Aber leider sind diese Szenen auch die stärksten des ganzen Filmes. Man merkt deutlich, ab wann der Film versucht Tiefe zu erreichen. Denn ab diesem Zeitpunkt wirkt das gesamte Geschehen von Minute zu Minute unecht und aufgezwungen.

Einzig die Schauspieler können über die ganze Laufzeit hinweg überzeugen. Da wären zum einen Michael Caine (dessen deutsche Synchronstimme unverkennbar ist). Er spielt die Hauptrolle des Gouverneurs uns steht stets im richtigen Licht. Mit einer sichtlichen Leichtigkeit entwendet er sich jeglicher Probleme und wird so seiner Rolle mehr als gerecht. Bei Valerie Perrine, die Pamela, eine Tochter eines reichen US-Industriemagnanten, spielt, ist es auf den ersten Blick klar dass sie die kecke Blondine spielt, die mit ihren Reizen die Männer um den Verstand bringen sollte. Dieses Image legt sie aber bereits nach wenigen Minuten ab. Gezielt schlängelt sie im Hintergrund umher und macht trotzdem auf sich aufmerksam. Eine bemerkenswerte Leistung für die damals bereits zweiunddreissig-jährige.

Die Story ist anfangs typisch britisch, entwickelt sich aber mit der Zeit zu einem klassischen B-Movie, dass sich aller offenen Fragen entledigen will um den Film zu Ende zu bringen. Nur dumm dass der britische Humor etwa viermal so viele Fragen offen lässt und so den Film zu einem abrupten Ende zwingt. Da können selbst die knapp zehn Bonusminuten der englischen Originalfassung (für die eigens eine zweite DVD mitgeliefert wird) nicht viel dran rütteln. Der Spannungsfaktor besteht zwar, doch wird er bei zirka neunzig Prozent wird zu Null zurück geschleudert. Zusammenfassend kann man sagen dass ‘Wasser - Der Film‘ alle Erwartungen an einen typisch britischen Film erfüllt und dass es sich schon alleine deswegen lohnt, sich diesen Streifen anzusehen.

Die DVD
Bild
Leider merkt man sehr deutlich dass der Film seit nunmehr zwanzig Jahren existiert. Laien würden ihm sogar noch mehr zuschreiben. Denn das Bild ist dermassen von Verschmutzungen geprägt, dass es wohl den meisten Zuschauern in den ersten Minuten glatt die Stimmung in den Minusbereich drückt. Die Schärfe kann leider auch nicht überzeugen. Immerhin sind jedoch die Farben kräftig und der Kontrast gelungen.
Sound
Die beiden Tonspuren liegen im Dolby Digital 2.0-Format vor. Dieses ist leider beinahe dem Stereo-Format gleichzusetzen. Mit dem kleinen Unterschied, dass bei der DD2-Variante ein wenig dynamischer klingt. Leider aber merkt man besonders bei der englischen Tonspur, dass die Dialoge ein wenig zerkratzt und und wie hinter eine Wand gesprochen wirken. Die deutsche Tonspur weist allerdings keine Verschmutzungen auf.

Extras
- Exklusiver Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor
- Trailer
- Sunfilm Zusatztrailer

Es fällt auf dass die Extras für eine 2-Disc-Box sehr erbärmlich wirken. Dies hat einen simplen und einfach erklärbaren Grund. Auf einer Disc ist ‘Wasser – Der Film‘ in deutscher Sprache (und keinen Untertitel vorhanden) und auf die zweite Disc enthält ‘Water‘, das englische Original mit deutschen Untertiteln, welches eine acht Minuten längere Laufzeit besitzt. Es lässt sich darüber streiten ob eine solche Umsetzung notwendig ist. Hätte man doch dieselben Bilder mit unterschiedlichen Audiospuren benutzen können. Dies hätte allerdings Probleme gegeben für die acht Minuten Zusatz, welche nie in Deutsch nachgesprochen wurde. Nostalgiker werden jedenfalls Gefallen an diesem Feature finden.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel Water
Genre Komödie
Studio Handmade Film
Verleih Sunfilm Entertainment
Laufzeit ca. 85 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Dick Clement
Darsteller Michael Caine, Valerie Perrine, Brenda Vaccaro, Leonard Rossiter, Billy Connolly
 
Technische Details
Bild 16:9 (1.85:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 2.0
Englisch: Dolby Digital 2.0
Untertitel Deutsch
Anzahl Discs 2
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 20.03.06

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