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7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug



Release:
29. März 2007

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Kurzkritik:
Die Nummer 2 schwirrt regelrecht um ‚Der Wald ist nicht genug’ herum. Der zweite Teil von '7 Zwerge' bleibt an zweiter Stelle und hat seine Wertung von 2 regelrecht verdient. Nervig, langatmig und vor allem nicht lustig. Eigentlich schade um die vielen begnadeten Komiker. Diesen Film muss sich wirklich niemand antun. Bei der DVD überzeugt vor allem der Bonusteil, da die technische Seite nur Durschnitt ist.







Inhaltsangabe

Es war einmal im finsteren Unterwaldt, als sich die sieben Zwerge trennten, um neue Wege zu gehen: Restaurant eröffnen, Ratten vertilgen oder Feuer löschen. Nur der kleinste und dämlichste der Zwerge, Bubi (Otto Walkes), ist im Haus zurückgeblieben. So trifft das vor Kurzem Mutter gewordene Schneewittchen (Cosma Shiva Hagen) auch auf ihn, als sie die Hilfe der Truppe benötigt. Das Rumpelstilzchen (Axel Neumann), dessen Namen niemand kennt, will ihr Baby entführen, um es zu verspeisen. Nur wenn die Mutter den Namen des Bösen herausfindet, wird der Kleine verschont. Deshalb macht sich Bubi auf, um seine geistigen Brüder zu suchen und in einer Welt fern des Spiegels den Weissen Helge (Helge Schneider) um Rat zu fragen…



Kritik

Wenn eine Fortsetzung zu einem Kinoerfolg angekündigt wird, nimmt man diese Nachricht oft mit zwiespältigem Gefühl auf. Kann der zweite Teil dem ersten das Wasser reichen? Entwickelt sich die Geschichte weiter? Sven Unterwaldt, Regisseur der beiden '7 Zwerge'-Filme und Namensgeber für den Wald im Film, hat für solche Lappalien gar keine Gedanken verschwendet. Sein Motto hiess vielmehr "länger, dümmer und sinnloser". Denn war 'Männer allein im Wald' eine überraschend einfallsreiche und witzige Komödie, langweilt 'Der Wald ist nicht genug' zu Tode. Schuld sind nicht die Comedians wie Otto oder Olm, sondern das grottenschlechte Drehbuch. Der Zuschauer wird ständig für blöd verkauft. Warum sollte das Rumpelstilzchen der ehemaligen Königin seinen Namen anvertrauen wollen, wenn er ihn geheim halten will? Dass er ihn ihr dann auch noch aufschreibt (!), hat nur einen Grund: Die Geschichte muss an dieser Stelle später im Film irgendwie vorangebracht werden.

Dieser Kritikpunkt ist aber noch gar nichts im Vergleich zur Langfädigkeit des Films. Alle möchtegernlustigen Szenen (davon gibts leider Unmengen) sind viel zu lang. Wenn Jäger Christian Tramitz etwa im Restaurant der Zwerge etwas essen will, verweilt das Publikum über fünf Minuten mit ihm dort. Man wartetet zusammen, bis Sunny unzählige Male vom Restaurant zur Küche und wieder zurück geeilt ist - auf einem ellenlangen Weg. Von Unterhaltung keine Spur, dafür zehrt der "Spass" mit seinem schlechten Timing an den Nerven. Sowieso ist nur ein Moment im '7 Zwerge'-Sequel halbwegs lustig: Olli Dittrichs Auftritt als Pinocchio mit baumartigen Vokabular stellt den Höhepunkt des Films dar, selbst wenn es eigentlich gar keiner ist. Ein Hauch von Ironie zeigt Gustav-Peter Wöhler als Cookie, der seine Zwergenfreunde fragt, ob ihnen denn nichts auffalle an ihm - eine Anspielung auf die Neubesetzung seiner Rolle. Wenigstens ist die Tortur nach einem Ausflug in eine andere (sprich: unsere) Welt und bereits 90 Minuten zu Ende. Witzigerweise hört der Film mit einem Satz, den sich das Publikum während dem ganzen Streifen denkt: "Und was soll daran lustig sein?", fragt Cloudy. Wir wissen es auch nicht.

 


Die DVD
Bild
Sofort auffällig ist die mangelnde Bildschärfe. Details sind nur schwer zu erkennen. Womöglich liegt es an der kompletten farblichen Verfremdung, die dem Stil des Films gerecht wird. Dadurch leuchtet Schneewittchens Gewand etwa hellweiss. Der Kontrast ist dadurch natürlich schwankend, aber immer passend.
Sound
Ein paar wenige Umgebungseffekte hat die Soundabmischung zu bieten. Grundsätzlich wird die Akustik aber durch die vorderen drei Lautsprecher widergegeben. Die Verständlichkeit ist stets klar und deutlich. Zwei, drei Mal setzt auch der Bass ein.

Extras
- Alternatives Ende
- Musik & Karaoke
- Märchenquiz
- Die Kinokampagne
- Entfallene Szenen
- Verpatzte Szenen
- Die andere Märchenstunde
- Interviews
- Hinter dem Unterwaldt
- 'Hau den Zwerg'-Spiel
- Programmvorschau

Beilagen:
- Zwergen-ABC
- Poster


Screenshot des DVD-Hauptmenüs

Die Zauberspiegel-Edition mit zwei DVDs bietet eine gute Mischung aus unterhaltsamen und informativen Extras. Neben (mässig witzigen) zusätzlichen Szenen präsentiert das DVD-Set auch ein alternatives Ende. Für die Musikalischen unter dem Publikum gibts eine Kategorie für den Song 'Steh auf, wenn du auf Zwerge stehst' - mit Musikvideo und Karaokeversion. Wie viel Spass die Schauspieler am Set hatten, zeigen die verpatzten Szenen. Überflüssig sind die Interviews mit den Beteiligten des Films. Denn ein Grossteil davon ist auch im Making of enthalten, das einen guten Einblick hinter die Kulissen gibt. Das Making of ist Bestandteil der Kategorie 'Hinter dem Unterwaldt', wo auch noch je ein Special zu Nikolai Valuev (ein Mini-Blick hinter die Kulissen mit dem Boxer) und den digitalen Effekten enthalten sind. Unterhaltsam sind auch die Neuinterpretationen von diversen Märchen. Für PC-Benutzer ist auch ein Zwergen-Schach enthalten.

Als Verpackung kriegt man stilecht den Zauberspiegel des Films geliefert: Eine Amarayülle mit Spiegelfolie haust in einem waldlichen Pappschuber. Damit nicht genug: Ein achtseitiges Zwergen-ABC ist lustiger als alles, was im Film gezeigt wird, dank herrlichen Sprüchen und Erklärungen! Als Krönung liegt ein Poster bei.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel 7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug
Genre Komödie
Studio Zipfelmützen Film
Verleih Universal Pictures
Laufzeit ca. 91 Minuten
FSK unbeschränkt
Regie Sven Unterwaldt
Darsteller Otto Walkes, Marco Nontschwew, Boris Aljinovic, Ralf Schmitz, Gustav-Peter Wöhler, Martin Schneider, Norbert Heisterkamp, Nina Hagen, Cosma Shiva Hagen, Axel Neumann
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.35:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch
Anzahl Discs 2
Verpackung Amarayhülle in Pappschuber

© rezensiert von Adrian Spring am 31.03.07

© Bilder, DVD-Screenshots, Universal Pictures

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