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The Good Shepherd



Release:
28. Juni 2007

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Kurzkritik:
Robert De Niros zweite Regiearbeit nimmt sich der Entstehungsgeschichte der CIA an. Das Resultat ist ein mit drei Stunden sehr langer, dialoglastiger Thriller, der höchste Konzentration erfordert. Der Lohn der Mühe ist ein Staraufgebot par Excellance und ein Einblick in den amerikanischen Geheimdienst. Schade erfährt man dazu auf der DVD nicht mehr, die lediglich zusätzliche Szenen als Extras bereithält.







Inhaltsangabe

Der Literaturstudent Edward Wilson (Matt Damon) wird von Professoren für sein Talent und seine Diskretion geschätzt. So verwundert es nicht, dass die amerikanische Regierung 1939 auf ihn zugeht: Um die Spionageabwehr im Zweiten Weltkrieg, in den die USA noch nicht eingetreten ist, zu stärken, soll Edward in einer verdeckten Abteilung unter der Leitung von Bill Sullivan (Robert De Niro) für Ordnung sorgen. Der junge Mann akzeptiert das Angebot, ohne zu wissen, worauf er sich eigentlich einlässt. Nach einem Flirt mit der hübschen Margaret (Angelina Jolie) und der daraus folgenden, ungewollten Schwangerschaft, geht Edward den Bund der Ehe mit ihr ein. Von ihrem oder dem Leben seines Sohnes kriegt er aber nicht viel mit, da ihn seine Arbeit als Agent vollständig absorbiert und jegliches Vertrauen zu anderen Leuten in Frage stellt…



Kritik

In ‚The Good Shepherd’ fällt einmal die folgende Anmerkung, die eigentlich nur im englischen Original stimmt: "Warum man vor CIA kein ‚die’ setze? Bei Gott tue man es ja auch nicht." Das zeigt den Stellenwert der Central Intelligence Agency für die Amerikaner. Robert De Niro nimmt sich in seiner zweiten Regiearbeit der Gründung eben dieses Geheimdiensts an. Matt Damon steckt er in die Hauptrolle des wortkargen Agenten, der im Lauf der Jahre über alle wichtigen Regierungsmitglieder der Welt eine Akte mit schmutzigen Informationen beisammen hat. Und De Niros Wahl ist gut, da Damon eine gute Leistung abliefert. Genau wie die restliche Besetzung, in der sich grosse Namen wie Michael Gambon, Alec Baldwin, Joe Pesci und auch De Niro selbst einreihen. Wichtigster weiblicher Part übernimmt Schönheit Angelina Jolie. Doch sie zeigt einmal mehr, dass sie nicht nur schön ist, sondern auch Talent hat: Ihre Auseinandersetzungen mit ihrem Gatten gehören zu den Höhepunkten des Films und fesseln jedes Mal aufs Neue.

Der Fokus des Films liegt aber auf dem Aufbau des Geheimdienstes, der erst spät im Film mit CIA betitelt und dem Hauptsitz in Langley versehen wird. Bei all den weltweit operierenden Organisationen und Agenten verliert man als Zuschauer aber irgendwann den Überblick. Wer jetzt wen hintergangen hat und warum, wird schon fast zur Nebensache. Trotzdem packt 'The Good Shepherd' immer wieder aufs Neue. Grund dafür ist nicht nur der Handlungsbogen um Edwards schwindende Menschlichkeit, sondern auch die Inszenierung. Atmosphärische Musik setzt eine gute Stimmung und interessante Kameraperspektiven filmen das Geschehen. Dennoch fragt man sich mehr als einmal, ob fast drei Stunden nicht etwas zu lange für diesen Film sind. Hauptsächlich treiben Dialoge die Story voran und nicht die Bilder. Da kommt schon ein wenig Müdigkeit auf. Wer das weiss und sich vorher mit genügend Kaffee eindeckt, sollte den Werdegang der CIA aber nicht verpassen. Auch wenn man hochkonzentriert sein muss, um jede Aktion zu begreifen.

 


Die DVD
Bild
Das häufig dunkle Bild überzeugt. Der Kontrast ist stets ausgewogen, die Farben sind stimmig abgemischt (wenn auch ein wenig eintönig). Rauschen tritt selbst an sehr dunklen Stellen nicht auf.
Sound
Hier ist es klar die Musik, die den Raumklang dominiert. Sie ist es auch, die Atmosphäre in die Akustik bringt. Ansonsten beschränken sich die Dialoge auf die vorderen Lautsprecher, da der Film für Surround nicht viel her macht.

Extras
- Zusätzliche Szenen


Screenshot des DVD-Hauptmenüs

Universal geizt mit Bonusmaterial. Einzig (wenige) zusätzliche Szenen sind auf der DVD enthalten.


DVD Übersicht
Filminformationen
Originaltitel The Good Shepherd
Produktionsjahr 2006
Genre Thriller
Studio Universal Pictures
Verleih Universal Pictures
Laufzeit ca. 160 Minuten
FSK ab 12 Jahren
Regie Robert De Niro
Darsteller Matt Damon, Angelina Jolie, Robert De Niro, Alec Baldwin, Tammy Blanchard, Billy Crudup, Michael Gambon
 
Technische Details
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Digital 5.1
Spanisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Deutsch, Englisch, Spanisch, Bulgarisch
Anzahl Discs 1
Verpackung Amarayhülle

© rezensiert von Adrian Spring am 05.08.07

© Bilder, DVD-Screenshots, Universal Pictures

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