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Nun ist es bereits ein ganzes Jahr her, seit Codemasters nach langen Jahren Funkstille von Formel 1-Spielen im Videospielmarkt mit 'F1 2010' diese Lücke bei den Konsolen der nächsten Generation gefüllt hat. Konkurrenz ist in diesem Jahr nicht aufgekommen, was Codemasters auch nicht dazu veranlasste erneut die Werbetrommel zu rühren. Über den Zeitpunkt des Releases lässt sich nach wie vor diskutieren, denn eine Saison dauert nach wie von März bis November und somit ist die diesjährige „reale“ Saison kurz vor dem Ende, sowie auch der Formel 1-Boom.

Nichtsdestotrotz lernte Codemasters trotzdem vieles hinzu und präsentiert zwar wenige, aber ziemlich relevante Änderungen gegenüber der 2010er Version. Oberstes Ziel war damals den Formel 1-Alltag so realistisch wie möglich dem Spieler zu präsentieren. Auch war das Zielpublikum ganz klar die eingesessenen Formel 1-Fans unter den Zockern. Also hatte man stets das Problem, dass Rennen kürzer als zehn bis zwölf Runden kaum möglich waren und wenn man die darin geforderten Boxenstopps nicht einhielt (oder auch sonst nicht den nötigen Hintergrund bezüglich Technik und Reifenabnutzung hatte), wurde man letztendlich sogar disqualifiziert.



Daher ist es nun bei 'F1 2011' möglich, den kompletten Karrieremodus mit insgesamt drei Runden pro Rennen zu absolvieren. Diese kurze Rennzeit macht dann auch Boxenstopps überflüssig, was den Fokus einzig und allein auf das Renngeschehen ermöglicht. Der Realismusfaktor ist aber nach wie vor sehr hoch, was sich letztendlich auch in der Schwierigkeit des Spiels wiederspiegelt. Man beginnt seine Karriere natürlich nicht gleich bei Ferrari oder Red Bull-Renault, sondern hat lediglich die Auswahl zwischen eher schwächeren Teams, wie beispielsweise Virgin, HRT oder Force India. Aufgrund dessen, da man nicht gerade im stärksten Auto sitzt, ist es oft zwar ein Leichtes in der Anfangsphase Plätze gut zu machen, im Rennen selbst ist es dann aber erheblich schwieriger (wie auch in der richtigen Formel 1, Stichwort: Realismus). Das Herabsetzen des Schwierigkeitsfaktor hat dann lediglich zur Folge, dass zusätzliche Fahr- und Bremshilfen und das Anzeigen der Ideallinie möglich sind, die Gegner fahren aber gefühlt immer noch gleich schnell. Bei jedem Rennen können allerdings Punkte gesammelt werden, welche wiederum am Ende einer Saison ein anderes, stärkeres Team beeindrucken können. Und so kämpft man sich seinen Weg nach oben.



Man sieht: Auf Spieler welche schnell mal eine Saison fahren möchten und sich gerne am Schluss auf dem Podest sehen möchten, ist 'F1 2011' nicht ausgerichtet. Wenn man jedoch die Zeit investiert, kriegt man ein Formel 1-Gefühl geboten welches realistischer nicht sein könnte - inklusive dem Leben im Trailerwagen, das Beantworten von Interviewfragen, das Team beraten in technischen Optimierungen des Fahrzeuges und natürlich das teaminterne Duell mit dem anderen Fahrer. Technisch gesehen könnte das Spiel von Rennreferenzen wie 'Forza 4' zwar noch einiges lernen, optisch präsentiert sich das Spiel aber von seiner Schokoladenseite.


Genre: Rennspiel
Plattformen: XBox360, PS3, PC, Nintendo 3DS
Release: 22. September 2011
Altersfreigabe: ab 3 Jahren
Publisher: Codemasters


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Herzlichen Dank an Koch Media für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
31. Oktober 2011

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