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Mit 'Burnout' landeten Criterion Games vor über zehn Jahren ihren ersten grossen Hit - und wie es in der Videospielbranche so üblich ist, wurde dieser bis zum geht nicht mehr fortgesetzt. Insgesamt erschienen davon in den letzten Jahren sechs Ableger. Vor zwei Jahren bekamen Criterion dann die ehrenvolle Aufgabe den dritten 'Need for Speed'-Ableger 'Hot Pursuit' aus dem Jahre 1998 aufzufrischen und in neuem Gewand zu präsentieren, was auch sehr gut gelang. Danach folgten mit 'Shift 2: Unleashed' und 'NFS: The Run' aber leider nur minderwertige Nachfolger, weswegen nun erneut Criterion mit an Bord geholt wurde.

Sie wurden erneut beauftragt, einen bereits erschienenen 'Need for Speed'-Ableger aufzufrischen: 'Most Wanted' kam vor sieben Jahren in die Läden und überzeugte von Anfang an. Das Konzept ist simpel und macht Spass: Es geht darum die schnellsten Raser der Stadt, welche "Most Wanted" sind (sprich: Am meisten gesucht), zu schlagen. Dabei arbeitet man sich eine Liste empor, mit dem Ziel letztendlich der meist gesuchte Fahrer der Stadt zu sein. Criterion setzt bei dieser Neuauflage besonders auf Freiheit. Zudem wird auf Rennklischees wie hübsche Girls, coole Obermacker in aufpolierten Schlitten und eine Pseudo-Story verzichtet und so findet man sich gleich zu Spielbeginn direkt hinter dem Steuer.



Im Spiel selbst geht es hauptsächlich darum Speed-Points zu ergattern - mit diesen kann man sich letztendlich auch die „Most Wanted“-Liste hocharbeiten. Sie erhält man durch Rennsiege, Stunts, Zerstören von Objekten, Polizeiverfolgungen und auch für das Finden neuer Fahrzeuge. Letzteres ist zugleich auch die Hauptneuerung in 'Most Wanted'. In der ganzen Stadt sind über einhundert Fahrzeuge mehr oder weniger gut versteckt und warten darauf gefunden zu werden. Hat man eines gefunden, kann man per Klick in den entsprechenden Wagen wechseln und weiterfahren. Einmal gefunden, kann man die Boliden auch aus dem Easydrive-Menü heraus auswählen. Diese Neuerung ist gewöhnungsbedürftig und bricht eine grosse 'Need for Speed' -Tradition. In früheren Titeln ging es stets darum immer teurere, immer schnellere Autos zu kaufen oder aufzumotzen, um letztendlich das schnellste Gefährt überhaupt steuern zu können. Nun hat man stets das Gefühl nicht im schnellsten Auto zu sitzen und das Suchen neuer Autos gewinnt somit Überhand. So passiert es oft, dass man mitten in einem Rennen dieses unterbricht, weil man einen superschnellen Schlitten am Strassenrand erblickt hat. Glücklicherweise gibt es aber renntechnisch genügend Abwechslung. Es gibt vier Renntypen: Rundkurse und Streckenrennen sind natürlich Standard und bei 'Need for Speed' dürfen natürlich auch die Polizeiverfolgungen nicht fehlen, welche unter „Hinterhalt“ zu finden sind. Schlussendlich gibt es noch Tempojagden, bei denen es gilt einen möglichst hohen Durchschnitts-Speed zu fahren.



In punkto Steuerung zieht 'Need for Speed: Most Wanted' im Vergleich zu anderen, derzeitig erhältlichen Rennreferenzen aber deutlich den Kürzeren. Besonders bei hohem Tempo sind die Boliden sehr schwer zu bändigen und reagieren stark verzögert. Da auch keine Rückspulfunktion vorhanden ist, werden so lange Rennen in denen man kurz vor Schluss in eine Absperrung rasselt, sehr nervenaufreibend. Wo das Spiel allerdings wieder punkten kann ist in der Optik. Die Stadt Fairhaven bietet alles was das Rennfahrerherz begeht. Von Highways über verlassene Industriebareale bis hin zu Überlandstrecken gibt es überall etwas zu entdecken - zwar könnte die Stadt etwas belebter wirken, doch bei den Rennen selbst wird dieser Aspekt sowieso zur Nebensache. Fazit: Was nach einem Re-Launch eines bekannten Titels aussieht, ist letztendlich ein komplett neues Spiel. Für Innovations-Freaks ein gefundenes Fressen, für 'Need for Speed'-Alteingesessene allerdings eine kleine Enttäuschung.


Genre: Rennspiel
Plattformen: Xbox360, PS3, PC, PS Vita, Wii U
Release: 26. Oktober 2012
Altersfreigabe: ab 7 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
22. November 2012

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