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'FIFA 08' gehört wohl zu den Videospielen welche noch über Jahre hinweg Erfolge feiern werden können, obwohl deutliche spielerische, sowie auch grafische Leistungssteigerungen ausbleiben werden. Der grösste und mittlerweile leider auch einzige Aspekt, wieso man die 'FIFA'-Reihe Herbst für Herbst noch aus den Ladenregalen holt, bleibt ganz klar die offizielle FIFA-Lizenz, welche die Spieleschmiede EA Sports exklusiv für sich ersteigern konnte.

Dank einer riesigen Promotionskampagne und einem grossen Namen, welcher sich seit mehr als zehn Jahren im Genre etabliert hat, bleibt die 'FIFA'-Reihe unangefochten die Nummer Eins in Sachen Fussballsimlulation - jedenfalls wenn man die Verkaufszahlen betrachtet. Denn grafisch und performancetechnisch bleibt die Reihe seit gut vier Jahren auf dem selben Niveau stehen. Obwohl technisch viel mehr möglich wäre, entschied man sich für eine ziemlich bescheidene Grafikengine. Viel ärgerlicher ist es dann als PC-Gamer zu erfahren, das die Pendants für XBox360 und PS3 grafisch um Welten besser gelungen sind, obwohl es beim PC überhaupt nicht an Voraussetzungen fehlen würde. Hier gibt es keinen passenderen Ausdruck für EA als: Einfach nur peinlich. In der In-Game-Ansicht sind die Spielerköpfe überhaupt nicht identifizierbar und das Publikum wirkt verschommen wie bei Spielen die vor vier Jahren erschienen sind.

Die 'FIFA'-Reihe trumpft jedoch jedes Jahr mit neuen Spielfunktionen und -manövern auf. Wenn man sich schon grafisch nicht weiterentwickelt geht man immerhin ansatzweise im Spielerisches einen Schritt vorwärts. Neu in der 08-Version ist der 'Be a Pro'-Modus, bei dem man seinen eigenen Spieler erstellt und mit ihm eine Karriere startet. Während den Spielen steuert man dann nur diesen Charakter und hofft sich spielerisch weiterzuentwickeln. Jedoch entpuppt sich diese Angelegenheit als äusserst mühsam, kommt man doch nur selten an den Ball. Und wie es der Spielerinstinkt so will, möchte man dauern im Mittelpunkt stehen und Tore schiessen und hat dann logischerweise vom vielen Sprinten nach der Halbzeitpause keine Puste mehr.

Aber was wäre ein 'FIFA' ohne die geliebten und gleichzeitig nervenden Kommentare des Reporter-Duos?. In der 08-Version sind es Tom Bayer und Sebastian Hellmann, die den Gamer bei Laune halten - oder nicht. Doch bereits nach wenigen Spielen tritt der 'Hab ich doch schon gehört'-Effekt ein und nach einer gewissen Zeit merkt man auch, dass einige Kommentare gar nicht korrekt sind. Beispielsweise gibt Tom Bayer in einigen Fällen nach dem Tor zum 1:0 zu Wort "Das war ja heute bereits sein zweites Tor". Was jedoch sehr gut gelungen ist, sind die indivuellen Spielkommentare zu Beginn des Spiels, wenn zwei Rivalen aufeinander treffen. So wird namentlich erwähnt, dass beispielsweise ein Duell zwischen Dortmund und Bayern meistens immer sehr spannend ausfällt und beliebt bei den Fans ist.

Ich persönlich spielte mit Bayern München zwei Saisons im Manager-Modus im Schwierigkeitsgrad Halb-Profi durch. Ich bekenne mich zu der grossen Mehrheit welche sich alljährlich auf das 'FIFA'-Spiel freut, es dann intensiv spielt und nach zirka einem Monat wieder weglegt. Somit war meine Routine in den ersten Spielen gleich Null und ich musste bereits gegen eher schwache Vereine Niederlagen einstecken. In der Saisonhälfte fand ich dann meinen Rhytmus und konnte die Mannschaft knapp auf den ersten Platz führen. Was jedoch auffiel: Vom Schwierigkeitsgrad her war es gegen eine Energie Cottbus oder einen MSV Dusiburg zu spielen etwa gleich schwer, oder gar schwerer wie beispielswiese gegen eine Borussia Dortmund oder Werder Bremen. Auch von den Spielerattributen merkte man nur gerade Schnelligkeit. Ballführung und Genauigkeit war bei allen in etwa gleich. Zudem sind Freistösse beinahe unmöglich platziert zu verwandeln und Elfmeter leider ebenso. Denn oftmals springt dort der Ball in die Mitte des Tores obwohl man ihn in die linke untere Ecke schlenzen wollte.

Zusammenfassend kann man über 'FIFA 08' sagen, dass man sich im Vergleich zu den letzten drei Vorgängerversionen technisch überhaupt nicht verbesserte. Der Spielspass ist zwar hoch, jedoch hat man das Game nach etwa dreissig bis maximal vierzig Spielstunden gesehen. Für Zocker welche nicht viel Wert auf Lizenzen legen, denen sei das technisch sehr starke und realistische 'Pro Evolution Soccer' von Konami ans Herz gelegt.



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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
14. Dezember 2007

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