The Brood
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Kritik
Vor dreissig Jahren hatte man noch nicht die Möglichkeit Horrorfilme durch gruselige Spezialeffekte attraktiver zu machen. Auch anatomisch korrekte Blutspritzer waren nicht an der Tagesordnung, sondern es musste oftmals rote Farbe, in einem Schlauch unter dem Hemd versteckt und aktiviert werden. David Cronenberg wollte mit alledem anscheinend nichts zu tun haben und versuchte mit ’Die Brut’ einen Horrorfilm zu schaffen, der durch psychologische Aspekte zu überzeugen weiss. Mit der Zeit wird jedoch auch dem Zuschauer klar, dass diese Einstellung keinen Film ausmacht. Und so wird das Grande Finale zu einer blutigen Angelegenheit im klassischen Stil. Leider aber nicht zu einer fantastischen Splatter-Schlacht, sondern lediglich zu einem stumpfen Abmorden, welches sich in jedem Vorgang erneut wiederholte. Kurz gesagt: Langweile kommt auf und der Film endet mit einem überaus unspektakulären Ende.
Immerhin gibt es bei der Schauspielerbesetzung gute Nachrichten zu verzeichnen. Art Hindle, der auch schon in der Kultserie ’Beverly Hills 90210’ mitgewirkt hat, rettet ’Die Brut’ vor dem totalen Aus. Seine Ernsthaftigkeit und die damit verbundene Neugier wirken überaus überzeugend und oftmals sieht man in ihm auch einen kleinen Sherlock Holmes, der es als sein Ziel sieht, die merkwürdigen Ereignisse aufzuklären. Auch Oliver Reed weiss mit seine Art als intellektueller und alternativer „Naturheilpraktiker“ zu gefallen. Zudem setzt auch der gelungene Score von Meisterkomponist Howard Shore noch einige Punkte zum Gesamtergebnis oben drauf. Die Geschichte allerdings wirkt anfänglich sehr konfus und unglaubwürdig. Dies hat die Hauptursache, dass Regisseur Cronenberg den Film besser einige Szenen früher gestartet hätte bzw. dass man den Start der Therapie von Nola Carveth und besonders ihre Beweggründe dazu mitbekommen hätte. Alles in allem ist ’Die Brut’ nicht mal den harteingesottenen Horror-Fans zu empfehlen, da diese diesen Streifen höchstens mit einem müdem Lächeln würdigen täten.
Die DVD
Bild Das Bild weist einen sehr schwachen Kontrast auf. Oft wirkt es matt und die Schwarzwerte sind dementsprechend eher schwach. Die Farben leuchten auch nie richtig, gefallen jedoch in hellen Szenen. Die Schärfe ist ebenfalls nicht kommentarlos gut zu schreiben. Besonders in dunklen Szenen ist oftmals ein körniges Bild zu vernehmen. |
Sound Die Akustik kann man in drei Audiospuren geniessen. Zwei in Englisch und eine in Deutsch. Abgesehen von der Sprache unterscheiden diese sich jedoch kaum. Räumlichkeit wird vermisst, sowie auch eine gute Klangverteilung auf den vorderen Speakern. Schwache Dynamik und oftmals unangebracht prägnant laut eingespielte Musik vermiesen das Filmvergnügen ein wenig. |
Extras
- Filmografien
Screenshot des DVD-Hauptmenüs |
DVD Übersicht | |
Filminformationen | |
Originaltitel | The Brood |
Genre | Horror |
Studio | Black Hill Pictures GmbH |
Verleih | Warner Home Video |
Laufzeit | ca. 88 Minuten |
FSK | ab 18 Jahren |
Regie | David Cronenberg |
Darsteller | Oliver Reed, Art Hindle, Samantha Eggar, Susan Hogan, Robert A. Silverman |
Technische Details | |
Bild | 16:9 (1.85:1) |
Ton | Deutsch: Dolby Digital 5.1 Englisch: Dolby Digital 2.0 & Dolby Surround |
Untertitel | Keine |
Anzahl Discs | 1 |
Verpackung | Amarayhülle |
© rezensiert von Philipp Fankhauser am 04.11.06
© Bilder, DVD-Screenshots, Warner Home Video