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Nach über zehn Jahren kommt nun endlich der Schritt, der eigentlich schon lange fällig war: Das erste Mal findet ein vollumfängliches 'Sims'-Spiel den Weg auf die Konsolen der nächsten Generation. Aber wieso passiert dieser, marketingtechnisch sehr interessante Schachzug, erst jetzt statt? Das Problem war wohl, dass bisher nie die Nachfrage eines solchen Titels vorhanden war. Die 'Sims'-Fans der ersten Stunde spielen seit je her mit dem Computer und sehen überhaupt keinen Grund auf eine Konsole zu wechseln. Und neue 'Sims'-Spieler findet man heutzutage ehrlich gesagt nur noch ganz wenige.

Was sind also die Vorteile einer solchen Konsolen-Portierung, mal von der Nintendo DS-Variante, welche klar durch die portable Fähigkeit überzeugt, abgesehen. Eine XBox360 oder eine Playstation 3 sind technisch vielen PCs überlegen und vor allem: Sie sind konstant. Hier muss sich niemand Gedanken machen über Systemvoraussetzungen und Abstürze treten in einem solch minimen Mass auf, dass diese kaum ins Gewicht fallen - im Vergleich zum Computer. Klarer Vorteil der PC-Version ist aber natürlich die Steuerung mit der Maus. Man ist ganz klar viel schneller. Zugegeben, 'Sims'-Spieler sind sich natürlich gewohnt mit diesem Werkzeug zu arbeiten und werden die Schnelligkeit in dieser Konsolenportierung mit Sicherheit vermissen.



Eigentlich wurde so ziemlich jede Funktion von der PC-Version übernommen. Sogar Häuser lassen sich bauen und einrichten – allerdings muss man hierfür schon ganz eine Menge Geduld und Nerven mit sich bringen, mit seinem XBox360-Controller vom Rauchmelder bis zur Poolbeleuchtung eine Luxusvilla zu errichten. Aber vom Spielerischen her ist 'Sims 3' äusserst angenehm gestaltet. Wenn man das Spiel auf die Festplatte installiert sind die Ladezeiten sogar kürzer als bei einem High-End Computer und grafisch zeigt sich natürlich auch alles von der besten, ruckelfreien Seite. Einige Einschränkungen mussten zwar gemacht werden: So ist nur eine Nachbarschaft vorhanden, welche zudem auch eher klein ist und pro Haushalt können nur sechs anstelle acht Sims wohnen. Dies wäre ja noch alles zu verkraften, aber die Tatsache, dass nur sehr wenige NPCs vorhanden sind, machen die Strassen so leblos wie zu 'Sims 1'-Zeiten. Allerdings ist das Angebot an Jobs, das Flanieren durch die Stadt und das Besuchen von Schwimmbädern und Parks stets so gehalten, wie man es von der PC-Version von 'Sims 3' kennt. Ebenfalls ist das Interagieren mit anderen Sims genauso einfach und vielseitig gestaltet. Allerdings werden hier langjährige 'Sims 1'-Spieler wieder Abstriche machen müssen, da beim Auswählen der Interaktionen wie „Plaudern“, „Kennen lernen“ oder „Flirten“ schon extrem viel Fingergeschicklichkeit gefordert ist, um die Aktionen auch in einer einigermassen fortgeschrittenen Geschwindigkeit zu wiedergeben.



Man sieht: Objektiv betrachtet ist die Konsolenportierung auf jeden Fall gelungen. Mit der neuen Karma-Funktion kommt zudem etwas frischer Wind ins 'Sims'-Univerum und die vielen Herausforderungen und zu holenden Erfolge auf der Xbox360 versprechen wahren Langzeitspielspass. Aber die Frage ist natürlich berechtigt, weshalb irgendjemand nun von der bewährten PC-Version wechseln sollte. Denn neue 'Sims'-Neueinsteiger wird es nur wenige geben und selbst jene haben neben einer Spielkonsole bestimmt auch einen Computer zuhause. Man wird wohl auf die Verkaufszahlen warten müssen, um den Konsolen-Erfolg der 'Sims' auswerten zu können.


Genre: Lebenssimulation
Plattformen: XBox360, PS3, Wii, Nintendo DS
Release: 28. Oktober 2010
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Publisher: Electronic Arts


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Herzlichen Dank an Electronic Arts für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
2. Dezember 2010

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