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Innovation ist man von Rockstar Games bereits seit eh und je her gewohnt. Nach einem brillanten 'GTA IV' folgten daraufhin zwei DLCs (DownLoadable Content) mit Namen 'The Lost and Damned' und 'The Ballad of Gay Tony', welche noch einmal alle tollen Eigenschaften des facettenreichen Liberty Citys zur Geltung brachten. Dass ein und dieselbe Stadt bei drei komplett verschiedenen Spielen als Kulisse dienen kann und sich dabei dynamisch anpasst, hielt man bis dazumal eigentlich für nicht möglich.

Doch Rockstar wäre nicht Rockstar wenn sich dieser Streich nicht wiederholen liesse. Mit 'Red Dead Redemption' landete die Spieleschmiede Anfang dieses Jahres erneut einen Supercoup und begeisterte mit einer überaus authentischen Western-Welt, welche spielerisch sowie grafisch locker mit 'GTA IV' mithalten kann. Ob Arizona, Utah oder Mexiko – alles ist vorhanden und lässt Cowboy-Stimmung aufkommen. Mit dem DLC 'Undead Nightmare' will nun Rockstar erneut beweisen, dass ihre Spiellandschaft dynamisch ist und sich mit ein, zwei Handgriffen über Nacht eine unheimliche Zombie-Gruselwelt verwandeln kann. Kurzum: Es hat geklappt.



Die Story dreht sich wiederum um Outlow John Marston, der mit seiner Familie in einer stürmischen Nacht einen ruhigen Abend zuhause verbringt. Aus heiterem Himmel taucht der Onkel auf, der aus mysteriösen Umständen zu einem Zombie wurde und die gesamte Familie inifziert – ausser John. Zugegeben, die Story hätte ruhig etwas origineller ausfallen dürfen. Doch spätestens nach den ersten Begegnungen Johns mit anderen Überlebenden in der Gegend merkt man, dass sich das ganze Drumherum erst noch entwickelt. In klassischer Roadmovie-Manier arbeitet man sich durch das Land. Beginnend in Blackwater wird schon mal vorgewarnt dass man mit Munition sparsam umzugehen hat – schliesslich steht die ganze Welt kopf und kein Waffenladen hat seine Pforten geöffnet. Anschliessend kämpft man sich nach und nach durchs Land, befreit Dörfer und Camps von Untoten und kassiert dafür Munition und einen sicheren Schlafplatz, von wo man schnell von A nach B reisen kann (in der Wildnis zu campen wäre schlicht zu fatal). Insgesamt bietet Rockstar mit 'Undead Nightmare' gute sechs bis acht Stunden Unterhaltung, was durchaus positiv zu werten ist. Das Ende hätte zwar ein bisschen spektakulärer und anspruchsvoller ausfallen dürfen, aber letztendlich handelt es sich ja lediglich um einen DLC.



Neben vielen untoten Charakteren sind auch einige Tiere in der Zombie-Version vorhanden und nebst Big Foot treiben vier neue Pferde (die vier Pferde der Apokalypse) ihr Unwesen im Wilden Westen. Diese lassen sich allesamt zureiten und bieten je eine spezielle Eigenschaft wie beispielsweise Unendliche Ausdauer. Neben Story und neuer Charaktere beeindruckt aber vorallem die Atmosphäre – oftmals fühlt man sich wie in einen Zombiefilm der 70er-Jahre zurückversetzt und Gebiete in denen es von Zombies wimmeln könnte, sind mit einem unheimlichen Nebelschleier überzogen. Aufgrund der Tatsache dass es dieses DLC als Single-Disc in die Verkaufsläden geschafft hat, darf man guter Miene auf weitere Wester-Abenteuer in der Welt von 'Red Dead Redemption' hoffen.


Genre: Western-Actionspiel
Plattformen: XBox360, PS3
Release: 26. November 2010
Altersfreigabe: ab 18 Jahren
Publisher: Take 2


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Herzlichen Dank an die Gametime AG für das Rezensionsexemplar des Spiels!

verfasst von Philipp Fankhauser
13. Dezember 2010

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