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Midnight Special
von
Jeff Nichols
 

"Stimmig inszeniert und temporeich vorgetragen, doch viele Fragen und Motive bleiben ungeklärt!"

 
Release: 23. Juni 2016
 
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Inhalt
Meile nach Meile legen Roy (Michael Shannon) und der achtjährige Alton (Jaeden Lieberher) auf Highways und Landstrassen zurück. Immer sind sie in Bewegung. Der fürsorgliche Vater unternimmt alles, um den Sohn seinem Schicksal zuzuführen, das den Lauf der Welt entscheidend verändern könnte. Man beginnt zu verstehen, warum der Junge mit den aussergewöhnlichen Fähigkeiten eine Schutzbrille tragen muss, sich religiöse Extremisten für ihn interessieren, und sich neben der Polizei auch Regierungsbeamte an seine Fersen heften.
 
Originaltitel Midnight Special
Produktionsjahr 2016
Genre Drama
Laufzeit

ca. 112 Minuten

Altersfreigabe ab 12 Jahren
Regie Jeff Nichols
Darsteller Michael Shannon, Jaeden Lieberher, Joel Edgerton, Kirsten Dunst, Adam Driver
     
Kritik
2007 begann der US-Amerikaner Jeff Nichols mit dem Filmemachen und enttäuschte bisher noch nie. Bereits fünf Filme realisierte er als Regisseur und schrieb dazu auch immer die Drehbücher. Mit 'Shotgun Stories' legte er ein tolles Debüt hin und mit dem vier Jahre später erschienenen 'Take Shelter' sorgte er durch 3 (!) gewonnene Preise am Cannes Film Festival für weltweite Aufmerksamkeit. Auch 'Mud' mit den beiden Oscar-Preisträgern Matthew McConaughey und Reese Witherspoon wusste zu gefallen. Alles wirkt sorgfältig recherchiert, gefühlvoll inszeniert und mit Michael Shannon (welcher in jedem seiner Filme eine grosse Rolle spielt) hat er auch seine eigene Muse - wie es bei grossen Künstlern so üblich ist. In diesem Jahr plant Nichols sogar zwei Filme in die Kinos zu bringen: 'Loving' erscheint im November und 'Midnight Special' durfte im April seine Premiere feiern. Letzterer ist nun hierzulande fürs Heimkino erhältlich. Es ist eine ungewöhnliche Mischung aus Science-Fiction und Familiendrama und mit der ruhigen Inszenierung, wie es bei Jeff Nichols üblich ist, sicherlich kein Streifen für jedermann. Es beginnt bereits sehr chaotisch und unzählige Fragezeichen schweben über der Handlung. Diese lösen sich nach und nach auf, lassen dem Zuschauer aber auch sehr viel Freiraum eigene Interpretationen einzubringen. Auch wenn sich die Story wie ein klassischer SciFi-Thriller mit zahlreichen Verfolgungsjagden anhört, inszenierte Nichols die Story aber mehr melancholisch als actionreich. Das Positive daran: Das Tempo wird konsequent hoch gehalten, was in diesem Genre-Mix nicht selbstverständlich ist. Dennoch knüpft 'Midnight Special' nicht an Nichols‘ frühere Erfolge, wie zum Beispiel 'Take Shelter', an. Fragen, ob nun die Gefahr von innen oder aussen kommt, ob sich Sohn Alton im Griff hat oder wahrhaftig eine Gefahr darstellt, oder was die genauen Motivationsgründe von Lucas (dem treuen Begleiter von Vater Roy) sind, werden zwar laufend angeschnitten, doch wirklich zufriedenstellende Antworten kriegt man nicht. So hört der Film letztendlich zwar mit einem zu erwartenden Schluss auf, doch lässt er die Zuschauer mit (zu) vielen Fragezeichen zurück. Stimmig inszeniert und temporeich vorgetragen, doch viele Fragen und Motive bleiben ungeklärt!
 

Schärfe
Farben/Kontrast
Rauschfreiheit

Raumklang
Verständlichkeit
Bass

 
Verleih Warner Bros. Pictures
Anzahl Discs 1
Verpackung Bluray-Hülle
Bild 16:9 (2.40:1)
Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: DTS HD-Master Audio 5.1 & Dolby Digital 5.1
Französisch: Dolby Digital 5.1
Untertitel Französisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Isländisch, Deutsch (für Hörgeschädigte), Englisch (für Hörgeschädigte)
 


Umfang
Infogehalt
Originalität

- Die Vorgeschichten
- Die unsichtbare Welt

Das Bonusmaterial bietet zwei Featurettes, in welchen die Welt beschrieben wird (zirka fünf Minuten) und die Vorgeschichten von Roy, Sarah, Lucas, Sevier und Alton erzählt werden (knapp dreizehn Minuten).

© rezensiert von Philipp Fankhauser am 14.07.16
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